Lade Inhalte...

Olympische Spiele

Mit Glücksbringer und Kampfgeist zu Bronze

Von Reinhold Pühringer  06. August 2021 00:04 Uhr

OLYMPICS - Summer Olympic Games 2020

Bildergalerie ansehen

Bild 1/21 Bildergalerie: Bronze-Medaille für Karateka Bettina Plank

TOKIO. Wie sich Bettina Plank auf dem Weg zur historischen Medaille auch von größeren Gegnerinnen nicht aufhalten ließ.

"Es ist so verrückt." Bettina Plank schien gestern schlagfertiger mit ihren Extremitäten als verbal, was verständlich war. Mit Olympia-Bronze feierte die 29-Jährige gestern in Tokio nämlich nicht nur den größten Erfolg ihrer Karriere, sondern auch den größten in Österreichs Karate-Geschichte. Als die Karate-do-Wels-Athletin als Pool-Zweite in das Halbfinale gegen die spätere Olympiasiegerin Iwet Goranowa einzog, war ihr eine Medaille bereits sicher. Wegen der knappen Tabellensituation im Pool hatte sie sich mehrfach auf den Monitoren vergewissert, ob sie tatsächlich aufgestiegen war. Als sie es endlich glauben konnte, war die Freude groß: "Mein Trainer und ich sind uns vor Freude weinend in den Armen gelegen." Allerdings nur kurz, schließlich galt es, sich für das Semifinale noch einmal zu sammeln.

Plank war die einzige angestammte 50-Kilogramm-Kämpferin, die in der olympischen Klasse bis 55 eine Medaille holte. "Das war mein Tag, ich bin über mich hinausgewachsen", sagte Plank. Sie sei von ihrer Leistung selbst überrascht gewesen.

Eine Portion Selbstvertrauen gaben ihr die anderen österreichischen Erfolge: "Als ich gesehen habe, wie andere Athleten Medaillen gewonnen haben, habe ich mir gedacht: Verdammt, es geht ja wirklich."

Die Fahne funktionierte

"Für mich war schon nach dem ersten Kampf klar, dass es eine Medaille werden kann", sagte Generalsekretär Ewald Roth. Diesen hatte Plank zwar gegen Ex-Weltmeisterin Miho Miyahara 2:6 verloren, doch die Spritzigkeit, mit der die gebürtige Vorarlbergerin auftrat, zeugte von einer guten Form.

Den Feinschliff von dieser hatte sich Plank im Vorbereitungs-Camp in der japanischen Partnerstadt Kameoka geholt. Deren Bürgermeister Takahiro Katsuragawa hatte den Medaillenwunsch schon auf eine von ihm selbst bemalte Fahne niedergeschrieben. Die war im Budokan als Glücksbringer mit in Roths Rucksack und erfüllte ihre Funktion. "Ich habe im Minutentakt Handy-Nachrichten von den Leuten aus Kameoka bekommen, die haben sich voll mit uns mitgefreut", sagte Roth.

Artikel von

Reinhold Pühringer

Redakteur Sport

Reinhold Pühringer
Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less