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Olympische Spiele

Die Leichtathletik sucht einen Nachfolger von Usain Bolt

Von OÖN   30. Juli 2021 00:04 Uhr

Die Leichtathletik sucht einen Nachfolger von Usain Bolt
Noah Lyles

TOKIO. Vier Jahre nach dem Karriere-Ende des Superstars aus Jamaica fehlt der olympischen Kernsportart eine Lichtgestalt

In der Nacht auf Freitag begann die erste Vorstellung des Leichtathletik-Zirkus auf der Olympia-Bühne. Wie immer werden begnadete Artisten in der Manege im Zeichen der fünf Ringe zu sehen sein, was fehlt, ist eine Lichtgestalt, die alles in den Schatten stellt. Vier Jahre nach dem Rücktritt des achtfachen Olympiasiegers Usain Bolt ist die Leichtathletik immer noch auf der Suche nach einem Superstar, der in die großen Fußstapfen des Sprinters aus Jamaika treten kann.

Kandidaten gibt es vor den ersten Medaillenentscheidungen mehrere. 400-Meter-Hürden-Weltrekordler Karsten Warholm (Nor/25) oder Stabhochspringer Armand Duplantis (Swe/21) zählen ebenso dazu wie der Marathonläufer Eliud Kipchoge (Ken/36) oder der deutsche Speerwurf-Seriensieger Johannes Vetter (28). Bolt hatte aber neben sportlichen Höchstleistungen auch als Entertainer weltweites Interesse auf seinen Sport gelenkt.

Der Norweger Warholm könnte vielleicht in diese Rolle hineinwachsen. Die Macht der Bilder kennt er. Nach seinem WM-Sieg 2017 in London drehte er mit Wikingerhelm Ehrenrunden. Der erst 21-jährige Schwede Duplantis, genannt Mondo, hat die "ewigen" Rekorde von Stabhochsprung-Ikone Sergej Bubka geknackt und gilt als das Gesicht einer neuen, aufstrebenden Leichtathletik-Generation.

In seinen ehemaligen Sprint-Disziplinen sieht Bolt den US-Amerikaner Trayvon Bromell (26) als Gold-Favoriten über 100 Meter. Es wäre eine interessante Geschichte. Denn Bromell, der im Juni mit 9,77 Sekunden aufgezeigt hatte, hatte schon schwere Verletzungen an den Knien, der Hüfte und der Ferse. Außerdem läuft der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Bromell nicht nur für den Ruhm. "Mein Ziel ist der Wandel", verkündete er. "Ich will den Menschen Hoffnung geben."

Ein direktes Duell mit US-Sprinter Noah Lyles (24) wird es in Tokio nicht geben. Lyles, der im vergangenen Sommer seine Depressionserkrankung öffentlich gemacht hat, startet über 200 Meter. Der Weltmeister von 2019 über diese Distanz läuft fast mühelos, macht gerne Musik und hat ein Faible für extravagante Mode. Die Kameras lieben ihn. Vielleicht auch bald die Leichtathletik-Massen.

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