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Motorsport

"Wir verdienen diesen Sieg nicht"

17. Juni 2019 00:04 Uhr

"Wir verdienen diesen Sieg nicht"
Der frühere Formel-1-Weltmeister (Mitte) jubelte schaumgebremst in Le Mans.

LE MANS. Fernando Alonso & Co. haben mit Glück die 24 Stunden von Le Mans gewonnen.

Zweiter Start, zweiter Sieg. Für den zweimaligen Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso ist der Langstreckenklassiker in Le Mans immer eine Reise wert. Nach 24 Stunden, 385 Runden und 5246,010 Kilometern hatte der Spanier mit seinen beiden Toyota-Kollegen Sebastian Buemi und Kazuki Nakajima den Hauch von 16,972 Sekunden Vorsprung auf das zweite Toyota-Team in der Besetzung Mike Conway/Kamui Kobayashi/José Maria Lopez.

Lange schien dieses Trio, das schon ein Guthaben von mehr als zwei Minuten herausgefahren hatte, einem ungefährdeten Erfolg entgegenzusteuern. Eine Stunde vor Ladenschluss stellte aber ein Reifenschaden bei José Maria Lopez das Klassement vor 252.500 Zuschauern auf den Kopf.

Er hat Geschichte geschrieben

"Wir verdienen diesen Sieg nicht, aber wir nehmen ihn", sagte Alonso: "Das Rennen ist eigentlich gar nicht nach unseren Vorstellungen verlaufen. Unsere Stallrivalen waren über 24 Stunden schneller als wir. Das Glück hat darüber entschieden, wer den Pokal erhält. Unabhängig davon fühlt es sich toll an." Immerhin hat der 37-Jährige Motorsport-Geschichte geschrieben. Der Le-Mans-Triumph sicherte ihm auch den Titel in der Langstrecken-WM. Damit ist "Don Fernando" der erste Pilot überhaupt, der sich Langstrecken- und Formel-1-Champion nennen darf.

Nach Lopez’ Reifenschaden geriet die Mission nur noch einmal in Gefahr. Toyota hatte offenbar kurz überlegt, eine Stallorder auszugeben und den zurückgefallenen zweiten Boliden wieder an die Spitze zu hieven. Davon wurde aber Abstand genommen.

Alonso verabschiedet sich jetzt von der Langstrecken-WM, das Kapitel "24 Stunden von Le Mans" schlägt er aber nicht endgültig zu: "Ich komme wieder." Vielleicht erst dann, wenn er das letzte Hakerl gemacht hat. Ein Triumph bei den 500 Meilen von Indianapolis fehlt ihm noch, um als Zweiter nach Graham Hill die prestigeträchtige "Triple Crown" zu holen. Den Formel-1-Grand-Prix von Monaco hat Alonso zweimal gewonnen, detto die 24 Stunden von Le Mans. In "Indy" scheiterte er heuer schon in der Qualifikation.

Ansprechende Premiere

Wie lief’s für die Österreicher in Le Mans? Rookie René Binder (Ligier) landete als Bester auf dem 13. Rang. "Wenn du hier als Debütant ohne Fahrfehler durchkommst, kannst du einmal kräftig durchatmen", sagte er. Der 20-jährige Linzer Tommy Preining (Gulf Racing) landete bei seiner Premiere mit seinen Mitstreitern im Porsche 911 RSR auf dem 40. Gesamtrang und in der GTE-AM-Klasse auf Position neun. Matthias Lauda und seine Kollegen im Aston Martin mussten in Runde 87 aufgeben.

In der GT-Profiklasse wurde Richard Lietz (Porsche) wie im Vorjahr Zweiter (Gesamt-21.).

DTM-Titelaspirant Philipp Eng – zuvor in der GTE Pro nur hinterher gefahren – rollte mit seinem BMW zwei Stunden vor dem Ende des Rennens wegen eines technischen Defekts aus.

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