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Motorsport

Verstappen nutzte den nächsten Ferrari-Patzer

01. August 2022 00:04 Uhr

Verstappen nutzte den nächsten Ferrari-Patzer
Verstappen (l.) sah auch beim Champagner-Duell mit Red-Bull-Mastermind Adrian Newey wie der Sieger aus.

MOGYOROD. Formel 1: Der Niederländer gewann in Budapest vor Hamilton.

Max Verstappen fährt mit Höchstgeschwindigkeit einer Titelverteidigung in der Formel-1-WM entgegen: Der Niederländer gewann den Großen Preis von Ungarn vor den beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und George Russell. Nach 13 von 22 Saisonrennen beträgt der Vorsprung des Red-Bull-Piloten auf Verfolger Charles Leclerc bereits 80 Punkte. Der Ferrari-Fahrer, der in Budapest zwischenzeitlich geführt hatte, musste sich hinter Teamkollege Carlos Sainz und Red Bulls Sergio Perez mit Rang sechs begnügen.

Verstappen konnte sein Glück über den Sieg bei für Ungarn ungewöhnlich kühlen Bedingungen (19 Grad beim Start) kaum fassen. "Wer hätte das gedacht, als wir aufgestanden sind, dass wir gewinnen?", fragte der 24-Jährige, der eine bessere Startposition wegen Motorproblemen im Qualifying verpasst hatte. Red Bull reagierte, neben Verstappen und Perez wurden auch bei Pierre Gasly (Alpha Tauri) die Antriebseinheiten getauscht. Dennoch klagte der Weltmeister früh im Rennen über technische Schwierigkeiten und leistete sich später sogar einen Dreher. Das alles vermochte Verstappen nicht aufzuhalten. Er feierte seinen 29. Sieg, dabei war er aber noch nie von so weit hinten weggefahren.

Verstappen gewann in Ungarn vor Hamilton

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Ihm spielte in die Karten, dass die beiden Ferraris nach dem Wechsel auf harte Reifen praktisch nicht mehr konkurrenzfähig waren. "Ich denke, auf dem Medium zu starten, war das Richtige, aber ich habe einfach nicht verstanden, warum wir auf die harten Reifen gegangen sind", sagte Leclerc kopfschüttelnd.

Mercedes fand in die Spur

Ähnlich unerwartet kamen die Podestplätze von Hamilton und Russell, galt der Mercedes am Freitag auf dem Hungaroring doch noch als unfahrbar. "Das Auto ist so schlecht gelegen, dass wir aus der Verzweiflung heraus gesagt haben: Machen wir das Gegenteil", schilderte Teamchef Toto Wolff dem ORF, wie die "Silberpfeile" mehr oder weniger per Zufall das richtige Setup fanden. Dieses hatte Russell am Samstag völlig überraschend zu seiner ersten Karriere-Pole-Position verholfen. Über den dritten Endrang konnte sich der 24-Jährige deshalb nur bedingt freuen. Ganz anders Hamilton: "Wir haben jetzt die Lücke ein wenig geschlossen, das gibt uns Mut für die zweite Saisonhälfte." Die Formel 1 macht nun eine vierwöchige Sommerpause, ehe es am 28. August in Spa weitergeht.

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