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Motorsport

Nach Leclerc-Drama staubte Verstappen zum Sieg ab

23. Mai 2022 00:04 Uhr

Nach Leclerc-Drama staubte Verstappen zum Sieg ab
Verstappen holte den Pokal und erstmalig heuer auch die Poleposition in der WM.

MONTMELO. Formel 1: Ferrari-Pilot erlitt beim GP von Spanien in Führung liegend einen Motorschaden und verlor auch die WM-Führung.

Bis zur 27. Runde sah es gestern beim Grand Prix von Spanien für Pole-Setter Charles Leclerc so aus, als würde der Monegasse ungefährdet zum dritten Saisonsieg in der heurigen Formel-1-Saison brausen. Doch dann machte die Antriebseinheit am Ferrari plötzlich schlapp, der 24-Jährige musste sein Auto in der Box abstellen – was Red Bull eiskalt ausnutzte. Max Verstappen fuhr in Montmelo bei Barcelona nach Stallorder vor seinem Teamkollegen Sergio Perez zu Sieg und der erstmaligen WM-Führung heuer. George Russell ließ den zuletzt angeschlagenen Mercedes-Rennstall mit Rang drei jubeln.

Nach Leclerc-Drama staubte Verstappen zum Sieg ab
George Russell ließ die Silberpfeile als Dritter endlich wieder glänzen.

Drückende Hitze, 37 Grad Lufttemperatur, der Asphalt noch viel heißer. Und schnell wurde es beim sechsten Saisonlauf hitzig. Am Start hielt Leclerc die Führung vor Verstappen, dahinter wurde es chaotisch. Schumacher kam von Rang zehn sehr gut weg, machte Positionen gut und profitierte zudem von einem Crash seines Teamkollegen: Kevin Magnussen rammte Lewis Hamilton und fiel ans Ende des Feldes, der Rekordweltmeister musste für neue Reifen an die Box. Dann begann das Unheil für Verstappen. Erst musste er in Kurve vier ins Kiesbett, als er hinter Russell zurückfiel, machte auch die Überholhilfe DRS wie schon im Qualifying schlapp. Vorne drückte derweil Leclerc unbeirrt aufs Tempo – ehe ihm die Technik vor Halbzeit einen Streich spielte. "Ich habe plötzlich Leistung verloren", schilderte der Monegasse. "Es ist schade. Wir haben das Rennen unter Kontrolle gehabt, das Auto war fantastisch."

Nach Leclerc-Drama staubte Verstappen zum Sieg ab
Enttäuscht nach dem Aus in Runde 27: Charles Leclerc

Das Duell um die Führung hieß so Russell gegen Perez. In der 31. Runde zog der Mexikaner am Briten vorbei. Nach einem weiteren Wechsel auf Medium-Walzen kam Verstappen knapp hinter Perez zurück auf die Strecke. Der Mexikaner erhielt über Funk die Aufforderung, sich nicht gegen seinen Teamkollegen zu wehren. In der 49. Runde wurde die Stallorder vollzogen, was sich bis zum Ende des Rennens nicht mehr änderte. "Danke an ,Checo‘, er ist ein toller Teamkollege", sagte Verstappen nach seinem 24. Grand-Prix-Sieg. Perez war über die Entscheidung weniger glücklich. "Wir werden darüber noch reden müssen."

Nun folgt der Monaco-Klassiker

Vor dem Klassiker kommenden Sonntag in Monaco hat Red Bull nun Oberwasser. Leclerc dagegen rätselt vor seinem Heimrennen: "Wir können es uns nicht leisten, dass so etwas noch öfter während der Saison passiert." (fei)

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