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Motorsport

Motorrad: Valentino Rossi erklärt Karriere-Ende nach dieser Saison

Von nachrichten.at/apa   05. August 2021 16:45 Uhr

Der italienische Motorrad-Superstar Valentino Rossi.

SPIELBERG. Mit einem Paukenschlag ist die fünfwöchige Sommerpause in der Motorrad-WM zu Ende gegangen.

Drei Tage vor dem Grand Prix der Steiermark verkündete MotoGP-Superstar Valentino Rossi am Donnerstag an der Rennstrecke in Spielberg, dass er mit Saisonende seine große Karriere beenden wird. Der 42-jährige Italiener ist neunfacher Weltmeister und hat in seiner über ein Vierteljahrhundert gehenden Karriere bisher 423 GP-Rennen bestritten und 115 gewonnen.

Zuletzt lief es aber nicht mehr so richtig beim "Altmeister", der auf seine 26. Saison hin vom Werks- zum Yamaha-Satellitenteam gewechselt war und seitdem dem Feld hinterher fährt. Nur auf Platz 19 liegt "VR46" nach neun Saisonrennen, sieglos ist Rossi bereits seit Assen 2017. "Mit Ende der Saison ist Schluss. Es ist ein sehr trauriger Moment, aber ich bedauere nichts", fackelte Rossi bei dem kurzfristig anberaumten Medientermin, der hauptsächlich virtuell verfolgt werden konnte, nicht lange herum und legte die Fakten früh auf den Tisch.

Mit Rossi verliert der Motorrad-Sport, aber wohl auch der gesamte Sport weltweit, eine seiner Lichtgestalten. Praktisch jedes Kind kennt Rossi und dessen Spitznamen "Il dottore" (Der Doktor). Der gelbe "VR46"-Aufkleber ist weltweit auf vielen Autos und Motorrädern zu sehen.

Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, wonach Rossi 2022 mit einem eigenen Ducati-Team und gemeinsam mit Halbbruder Luca Marini doch noch in der WM starten könnte. Dazu kommt es jetzt aber nicht. 1996 hat Rossi seine ersten Rennen bestritten und als Fahrer der 125er-Klasse in Österreich als Dritter auch sein erstes Podium geholt. So gesehen passte der Ort der Rücktritts-Bekanntgabe gut. Mit Valencia am 14. November ist für "Vale" dann Schluss.

Er wolle künftig vermehrt Autorennen fahren, erzählte Rossi in Spielberg. Vater Graziano, von dem Rossi die Startnummer 46 übernommen hat, hatte den Junior ins Kart gesteckt, weil ihm der Motorradsport zu gefährlich war. Es kam trotzdem anders. "Ich habe aber meine ganze Karriere immer auch versucht, meine Skills in Autos zu verbessern, um bereit zu sein", sagte Rossi, der auch Formel-1-Tests im Ferrari und Mercedes absolviert hat.

Welche Autorennen er künftig bestreiten wolle und ob da auch Le Mans dabei sei, könne er derzeit nicht sagen, erklärte Rossi. "Ich muss schauen, was sich ausgeht. Aber es gibt so viele Rennen weltweit, da wird sich etwas für mich finden."

Rossi hat dem Motorrad-Sport vermutlich den entscheidenden Anstoß gegeben, mittlerweile ist die MotoGP eine der boomendsten Rennserien der Welt. Der Italiener hat auch in Italien einen Mega-Hype ausgelöst. "Vermutlich habe ich ein bisschen was ausgelöst wie Alberto Tomba im Ski", sagte Rossi lachend. Rossi wird der WM zumindest als Teamchef erhalten bleiben. Was er vermissen werde, sei das Leben eines Athleten. "Am meisten, ein MotoGP-Motorrad zu fahren."

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