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Motorsport

Max Verstappen: "Es ist nicht fair"

Von OÖN   10. Dezember 2021 00:04 Uhr

Max Verstappen führt punktgleich vor Lewis Hamilton die WM an.

ABU DHABI. Formel 1: Der Niederländer fühlt sich vor der Titelentscheidung in Abu Dhabi benachteiligt.

Max Verstappen und Lewis Hamilton halten nach 21 von 22 Saisonrennen bei jeweils bei 369,5 Punkten – knapper könnte die Ausgangslage vor dem abschließenden Formel-1-Grand-Prix am Sonntag in Abu Dhabi (14 Uhr, wegen Wintersports diesmal in ORF 2) nicht sein. Während Fans der spannendsten WM-Entscheidung in der jüngeren Vergangenheit der "Königsklasse" entgegenfiebern, geht hinter den Kulissen die Angst vor einer Kollision um.

Profiteur davon wäre Verstappen, kommen nämlich beide Autos am Sonntag nicht ins Ziel, gibt die höhere Zahl an Rennsiegen den Ausschlag zugunsten des Niederländers (neun Siege). Und nicht zuletzt sein abruptes Bremsmanöver bei der Saudi-Arabien-Premiere vergangenes Wochenende, mit dem er einen Auffahrunfall Hamiltons provozierte, hatte angedeutet, dass der Red-Bull-Pilot für seinen ersten WM-Titel offenbar gewillt ist, jegliche Grenzen auszuloten. Renndirektor Michael Masi erinnerte deshalb noch einmal daran, dass unfaire Manöver mit Punkteabzügen bestraft werden können.

Neu wäre das nicht. Michael Schumacher wurde 1997 in Jerez im Nachhinein bei ähnlicher Konstellation von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen und verlor auch seinen Vizeweltmeistertitel, nachdem er versucht hatte, den Kanadier Jacques Villeneuve beim letzten Saisonlauf von der Strecke zu drängen.

Auch Tage nach den Vorfällen von Jeddah zeigte sich der Niederländer bei den obligatorischen Medienrunden, bei denen die FIA erstmals in dieser Saison die beiden WM-Kontrahenten gemeinsam zur Fragerunde schickte, uneinsichtig. Im Gegenteil, der Heißsporn legte gegenüber den Rennkommissaren sogar noch nach. "Andere machen genau dasselbe, kriegen aber nichts", bezog sich Verstappen auf eine der Jeddah-Berührung vorangegangene Zeitstrafe. "Es ist definitiv nicht so, wie es sein sollte, und es ist nicht fair."

Räikkönens Abschied

In seinen 350. und zugleich letzten Grand Prix startet Kimi Räikkönen, dessen Formel-1-Karriere vor 20 Jahren begonnen hatte. "An das Ende denke ich nicht", sagte der 42-jährige "Iceman" in der für ihn typisch schmallippigen Art und Weise. Sein Team Alfa Romeo denkt sehr wohl daran, es ließ den Schriftzug "Lieber Kimi, jetzt werden wir dich in Ruhe lassen" auf sein Chassis lackieren. Eine Anspielung auf seinen legendären Funkspruch von 2012, als er seinem damaligen Renningenieur hörbar genervt entgegnete: "Lass mich einfach in Ruhe, ich weiß, was ich tue!"

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