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Motorsport

"Ich wette um eine Flasche Wein, dass wir in Spielberg fahren werden"

Von Christoph Zöpfl  12. Mai 2020 00:04 Uhr

"Ich wette um eine Flasche Wein, dass wir in Spielberg fahren werden"
Optimist: Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost ist startklar.

LINZ / FAENZA. Formel 1: Alpha-Tauri-Teamchef Tost rechnet mit dem Saisonstart im Juli

Während der provisorische Formel-1-Kalender aufgrund der behördlichen Auflagen in Großbritannien gerade wieder ins Schleudern gekommen ist, verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Saison tatsächlich Anfang Juli auf dem Red-Bull-Ring im steirischen Spielberg gestartet werden kann. Franz Tost, Teamchef des Red-Bull-"B"-Teams Alpha Tauri, ist jedenfalls davon überzeugt, dass am 5. und 12. Juli in der Steiermark zwei Rennen ausgetragen werden. "Ich wette um eine Flasche Wein, dass wir in Spielberg fahren", sagte der 64-jährige Tiroler in einem Interview mir der Süddeutschen Zeitung. Tost gehört zum Insiderkreis um Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, der als treibende Kraft hinter dem Formel-1-Saisonstart auf seinem "Spielplatz" in Spielberg die Fäden zieht.

Keine Zuschauer, strikte Hygiene-Regeln, keine protzigen Motorhomes im Fahrerlager und die Trennung der verschiedenen Teams – allen Beteiligten ist klar, dass der coronabedingt verspätete Auftakt der Formel-1-Saison keine Rückkehr zur Normalität sein wird. Trotzdem signalisieren alle Teams, "ready to race" zu sein. Hinter den Kulissen werden Sicherheitspläne ausgearbeitet, die weiter als die behördlichen Auflagen reichen werden. So plant Alpha Tauri personelle Reserven bei den Mechaniker-Teams. Bei einem positiven Coronatest könnte das "B-Team" übernehmen. Auch andere Rennställe haben ähnliche Strategien vorbereitet. Im Gegensatz zum Fußball, wo bei Geisterspielen eine limitierte Anzahl an Medienvertretern live dabei sein wird, sollen bei der Formel 1 außer dem technischen Personal für die TV-Übertragung keine Berichterstatter zugelassen sein. Die Fahrer werden in Videokonferenzen aus sicherer Distanz ihre Wortspenden abgeben. Das Abstandhalten auf der Rennstrecke wird für Lewis Hamilton, Sebastian Vettel oder Charles Leclerc eher keine Option sein.

Während in Spielberg die Ampel auf Grün springen könnte, ist der im Anschluss geplante Grand Prix in Silverstone wieder fraglich. Die Regierung plant, dass alle Flugreisenden nach ihrer Ankunft auf der Insel demnächst in eine zweiwöchige Quarantäne gehen müssen. Ob Premier Boris Johnson der Formel 1, die vor 70 Jahren in Silverstone ihr erstes Rennen austrug (13. Mai 1950), eine Ausnahme einräumt, zählt zu den vielen offenen Fragen, die in Zeiten wie diesen die Spekulanten beschäftigen.

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