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Motorsport

Hindernisse für den orangen Vorwärtsdrang

Von Reinhold Pühringer  18. Juli 2020 00:04 Uhr

Hindernisse für den orangen Vorwärtsdrang
Training in Jerez: KTM-Pilot Pol Espargaro vor Alex Marquez, den er 2021 bei Honda Repsol ersetzen wird

JEREZ. Schicksalhaftes MotoGP-Jahr für KTM: Gelingt der Durchbruch, bevor Top-Pilot Pol Espargaro die Innviertler verlässt?

"Er bildete das Rückgrat unseres MotoGP-Projekts." Wenn KTM-Rennchef Pit Beirer über seinen Piloten Pol Espargaro spricht, ist die Dankbarkeit nicht zu überhören. Schon bevor die "Königsklasse" des Motorradrennsports morgen in Jerez (14 Uhr live auf ServusTV) in eine nur 13 Rennen umfassende WM-Saison startet, stand fest, dass der Spanier die Innviertler nächstes Jahr verlassen wird. Das Angebot, 2021 neben Serienweltmeister Marc Marquez auf einer Repsol-Honda zu sitzen, konnte der 29-jährige Spanier nicht ausschlagen. Nachvollziehbar, auch für Beirer. Espargaro begleitete KTM seit deren Einstieg in die MotoGP 2017. Der frühere Moto2-Weltmeister half entscheidend mit, die orangen Maschinen von den anfangs absolut letzten Startplätzen im Feld bis in die vorderste Reihe zu führen, was im Vorjahr zweimal gelang.

Doch noch sind die ambitionierten Mattighofener nicht dort, wo sie hinwollen. Die Zielsetzungen für heuer sind mehr einstellige Platzierungen, zudem soll das beste Einzelresultat auf trockener Fahrbahn verbessert werden. Da steht ein sechster Platz aus dem Vorjahr in Le Mans zu Buche – eingefahren natürlich von Espargaro.

Frisches Blut

Es hat etwas Schicksalhaftes, dass dem KTM-Projekt ausgerechnet im letzten Jahr von Zugpferd Espargaro der Durchbruch gelingen soll. Die Vorzeichen auf Erfolg sind nicht die allerbesten: Mit dem Südafrikaner Brad Binder und dem Spanier Iker Lecuona werden gleich zwei MotoGP-Neulinge ins kalte Wasser geworfen. Während Moto2-Vize-Weltmeister Binder im Werksteam von Espargaro lernen soll, wird Lecuona Miguel Oliveira zur Seite gestellt, der für Tech3 in seine zweite Saison geht. Die Fahrer beider KTM-Teams bekommen die aktuellste Version der RC16 zur Verfügung gestellt.

Konnte zuletzt während der Saison die Entwicklung des Motorrads munter vorangetrieben werden, fällt das heuer mehr oder weniger weg. Wegen der Coronakrise wurden diese Zugeständnisse im Reglement gestrichen. Ein Umstand, der eher unerfahrene Teams wie KTM hart treffen könnte. Haben die Innviertler zum Auftakt den Rückstand auf die Spitze nicht verkürzt, wird dies im restlichen Saisonverlauf schwieriger als in den Jahren zuvor.

Subjektive Fortschritte

Die Trainings in Jerez gaben nur bedingt Rückschlüsse, wo KTM denn nun steht. Espargaro reihte sich gestern als Schnellster des Quartetts an der achten Stelle ein. 0,362 Sekunden hinter Spitzenreiter Marquez, der sich einen Ausrutscher leistete. Der KTM-Pilot sprach von einem verbesserten Kurvenverhalten. Vor allem dank des überarbeiteten Chassis sei die RC16 in einigen Kurven nun stabiler und letztlich schneller.

Espargaro betonte, dass er trotz seines nahenden Abschieds bei der technischen Entwicklung der Maschine weiter voll mithelfen werde. "Bis Ende des Jahres habe ich einen Vertrag bei KTM und ich fahre dieses Motorrad nicht auf traurige Weise."

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Redakteur Sport

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