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Motorsport

Gerhard Berger vergleicht Lewis Hamilton mit Ayrton Senna

Von OÖN-Sport/APA   24. April 2019

ARCHIVBILD: AYRTON SENNA
Ayrton Senna

LONDON/ROM. Der Große Preis von Aserbaidschan steht auch im Zeichen des Todes von Formel-1-Legende Ayrton Senna, der sich am 1. Mai zum 25. Mal jährt.

Für viele gilt der Brasilianer noch immer als bester Fahrer der Geschichte. Sein Ex-Kollege Gerhard Berger stellte den aktuellen Champion Lewis Hamilton jetzt aber auf eine Stufe mit Senna. Hamilton sei "auf dem gleichen Level wie Ayrton", sagte der Tiroler. 

"Jeder fragt mich: 'Wie siehst du diesen Fahrer im Vergleich mit Ayrton?', und ich habe all die Jahre immer gesagt: 'Ich sehe keinen in der Nähe von Ayrton'", erklärter Berger, der von 1990 bis 1992 mit Senna bei McLaren-Honda fuhr. "Aber Lewis ist der erste Fahrer, den ich auf dem gleichen Level wie Ayrton sehe."

Der Brite Hamilton ist mit 34 Jahren bereits fünfmaliger Weltmeister und hat 75 Rennen gewonnen. Mehr hat nur Michael Schumacher, der es auf 91 Siege brachte. Der Deutsche ist zudem mit sieben Titeln der erfolgreichste Fahrer. Senna, der am 1. Mai 1994 nach einem Unfall im Grand Prix von San Marino in Imola 34-jährig starb, gewann 41 Rennen und krönte sich dreimal zum Weltmeister.

Statistiken seien allerdings nur ein Weg, um Fahrer zu bewerten, meinte der DTM-Chef bei einer Veranstaltung in London. "Ich gehe mehr nach dem Gefühl und nach dem, was ich sehe", sagte Berger. "Es hat immer große Champions gegeben wie Nelson (Piquet; Anm.), wie Niki (Lauda), wie (Alain) Prost, wie Michael (Schumacher), aber es war immer einer über ihnen: Ayrton."

Sind die Schumacher-Rekorde in Gefahr?

Hamilton sei jetzt der Erste, der es mit Senna aufnehmen könnte. Der derzeitige WM-Spitzenreiter "ist unglaublich schnell", mache weniger Fehler als seine Konkurrenten und wisse, wann Geduld gefragt sei. "Ja, er ist im besten Auto mit dem besten Motor, aber er ist außerdem der Beste, bei weitem der beste Mann im Moment", betonte Berger. Hamilton habe auch die Chance, die wichtigsten Rekorde von Schumacher zu brechen.

Sennas Landsmann Felipe Massa findet die Frage jedenfalls spannend. "Ein Vergleich zwischen ihm und Lewis wäre spannend zu sehen, keine Frage. Aber wer schneller wäre, werden wir nie erfahren", sagte der Ex-Sauber-, Ferrari- und Williams-Pilot am Rande des Formel-E-Rennens in Rom. "In seiner Zeit war er fast unschlagbar, vor allem im Qualifying. Was die Geschwindigkeit angeht, ist es schwierig, einen wie ihn zu finden."

Senna sei definitiv "einer der wichtigsten Sportler" in seinem Heimatland. "Ich kann mich noch erinnern, wie wunderbar er im Auto war. Er war einer der unglaublichsten Fahrer überhaupt. So einen Fahrer auf diese Weise zu verlieren, das war dramatisch nicht nur für Brasilien, sondern für die ganze Welt", gab der 37-Jährige zu Protokoll. "Wir müssen uns an ihn als das erinnern, was er schon damals war - eine Legende."

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