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Motorsport

Ferrari-Jungstar Leclerc lässt Vettel alt aussehen

Von OÖN   02. April 2019

Ferrari-Jungstar Leclerc lässt Vettel alt aussehen
Sebastian Vettel hinkt hinter den Erwartungen her.

SAKHIR. Dem Deutschen droht der Verlust des Nummer-1-Status im Team.

"In Leclerc geht ein Stern auf", schrieb die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" und war mit ihrer Schlussfolgerung aus dem Formel-1 Grand-Prix von Bahrain keineswegs allein. Ein Defekt in der Energierückgewinnung hatte Charles Leclerc seinen ersten Sieg im erst zweiten Rennen für Ferrari gekostet. Trotz Platz drei hinter den beiden Mercedes von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas gehörten dem 21-Jährigen die Schlagzeilen. Selbst die Konkurrenz war voll des Lobes für den monegassischen Senkrechtstarter. "Wir sehen in ihm einen jungen Champion, der im Entstehen begriffen ist", bezeichnete ihn Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff als "emotionalen Sieger." Serien-Weltmeister Hamilton bescheinigte Leclerc eine "herrliche, strahlende Zukunft".

Seinen Schatten wirft der aufgehende Stern auf Sebastian Vettel. Der Deutsche, der im ersten Saisonrennen noch dank Stallorder vor Leclerc ins Ziel gekommen war, brachte sich in Bahrain selbst unter Druck, als er im Zweikampf mit Hamilton einen Dreher fabrizierte und seinen Frontflügel zerstörte. Rang fünf vermochte ihn wenig zu trösten, liegt der Heppenheimer in der Fahrer-WM bereits 22 Zähler hinter Bottas sowie deren 21 hinter Hamilton. Der 31-Jährige muss schleunigst liefern, um teamintern nicht vom Newcomer überholt zu werden.

"Den Schnurrbart rasieren"

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen. "Vettel macht da weiter, wo er im vergangenen Jahr aufgehört hat: Er vermasselt es wieder", nahm sich Ex-Weltmeister Nico Rosberg als TV-Experte kein Blatt vor den Mund. Ein "Kopfproblem" diagnostizierten diverse italienische Medien. Laut "La Repubblica habe Vettel "die Nerven verloren", weshalb "La Stampa" folgenden Ratschlag gab: "Der Deutsche sollte einen Mentalcoach anheuern. Und sich den Schnurrbart rasieren." Letzteres war wohl weniger konstruktiv gemeint.

Der vierfache Weltmeister selbst gestand nach dem Rennen Fehler ein und übt sich im Nachvorneschauen: "Das Potenzial ist da, wir tun uns aber noch ein bisschen schwer, es rauszuholen." Möglichkeit zum Frustabbau bekommt Vettel bereits mit den morgigen Testfahrten. Der nächste Grand Prix folgt in zwei Wochen in Shanghai.

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