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Motorsport

Die spanischen Turbo-Brüder in der Motorrad-WM

06. August 2022 00:04 Uhr

SILVERSTONE. MotoGP: Aleix Espargaro (33) macht am Sonntag in Silverstone Jagd auf die Führung in der Gesamtwertung, während Pol Espargaro (31) eine Rückkehr zum KTM-Team nachgesagt wird

Aleix Espargaro ist mit einem guten Gefühl nach Silverstone, wo sich die Motorrad-Weltmeisterschaft aus der fünfwöchigen Sommerpause zurückmeldet, gereist. Kein Wunder, fuhr doch der Spanier auf dem 5,9 Kilometer langen Kurs in England vor einem Jahr als Dritter den ersten Stockerlplatz für Aprilia in der MotoGP-Ära heraus. Heuer ist Espargaro der nächste Schritt auf der Karriereleiter gelungen. In Argentinien feierte er seinen ersten Sieg, in der Weltmeisterschaft trennen ihn neun Rennen vor Ladenschluss nur 21 Punkte von Titelverteidiger und Spitzenreiter Fabio Quartararo (Yamaha).

"Die Pause hat uns gutgetan, die war wichtiger als je zuvor. Denn der erste Teil der Saison war unglaublich. Die neue Situation, die wir gerade kennenlernen, verlangt uns viel körperliche und mentale Energie ab", erläuterte der 33-Jährige, der sich mit der Rolle des Jägers anfreundet.

Vom Titel will Espargaro (noch) nicht sprechen. "Wir haben einige Strecken vor uns, auf denen wir die Chance haben, sehr starke Ergebnisse zu erzielen. Das beginnt mit Silverstone." Start des Rennens ist am Sonntag um 14 Uhr, ServusTV überträgt ab 11.40 Uhr.

Die spanischen Turbo-Brüder in der Motorrad-WM
Pol Espargaro fuhr bereits von 2017 bis 2020 für KTM.
Die spanischen Turbo-Brüder in der Motorrad-WM
Aleix Espargaro feierte zuletzt seinen ersten Sieg. (gepa)

Boxen-Geflüster

Bei Aleix’ jüngerem Bruder Pol verdichten sich indes die Anzeichen, dass er zu KTM zurückkehrt. "Ich kann noch nichts sagen, aber meine Zukunft ist klar", wird der Noch-Honda-Werkspilot vor dem Silverstone-Klassiker zitiert. "Ich habe für die nächsten beiden Jahre unterschrieben. Im Laufe der nächsten Rennen gibt es eine offizielle Verkündung", ergänzt Espargaro kryptisch.

Schon seit mehreren Wochen gilt es in der Boxengasse als offenes Geheimnis, dass der 31-Jährige zu KTM zurückkehrt. "Vielleicht ja", antwortete Espargaro auf die Frage, ob er ein ihm bekanntes Motorrad fahren wird. Einen Platz im KTM-Werksteam gibt es nicht mehr. Dessen Fahrer sind für die nächste Saison mit Brad Binder und Jack Miller bereits fixiert. Demnach soll Espargaro beim Satellitenteam Tech3 oder auf der baugleichen GasGas unterkommen. Der Iberer war bereits von 2017 bis 2020 für KTM tätig gewesen.

Mit der strauchelnden Repsol Honda ist es für Espargaro nur zeitweise nach Wunsch gelaufen, die Fahrerwertung weist ihn an 17. Stelle aus. In der neuen Saison, bei seinem neuen Team soll alles besser werden. "Ich bin ganz glücklich, denn ich gehe dahin, wo ich unbedingt hinwollte. Man weiß am Ende nie, ob man nicht doch zu Hause landet, weil man keinen Platz mehr bekommt. Aber ich habe Glück, das Bike wird sehr gut sein, auch das Gehalt ist sehr gut." Für Silverstone hat er sich viel vorgenommen. Auch weil er im Vorjahr hier von der Poleposition ins Rennen gegangen war (Endrang fünf).

Beim gestrigen Trainingsauftakt waren Johann Zarco und Francesco Bagnaia trotz Stürzen die Schnellsten. Und die Espargaros? Aleix (6.) und Pol (11.) suchten noch nach der richtigen Abstimmung.

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