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Motorsport

Die MotoGP hat einen neuen Dominator

20. September 2021 00:04 Uhr

Die MotoGP hat einen neuen Dominator
Zweiter Sieg für Bagnaia

MISANO. Bagnaia feierte in Misano den zweiten Start-Ziel-Sieg in Serie.

42 Rennen hatte es gedauert, bis Francesco Bagnaia vergangenes Wochenende in Aragonien sein erster Sieg in der MotoGP gelang. Dort in Spanien dürfte dem Italiener aber endgültig der Knopf aufgegangen sein: Gestern legte der Ducati-Pilot in Misano nämlich gleich seinen zweiten Erfolg nach – und wieder hatte der Italiener vom Start bis ins Ziel stets die Nase vorne gehabt. "Ich habe ein Stück gebraucht, bis ich meinen ersten Sieg erzielt habe, weil immer etwas anderes dazwischenkam", sagte der 24-Jährige gestern mit einem breiten Grinser im Gesicht. "Zwei Siege hintereinander, für mich ist das unglaublich."

Je länger das Rennen in Misano dauerte, umso mehr spürte Bagnaia allerdings den Atem von Fabio Quartararo in seinem Nacken. Auf weichem Hinterreifen hatte sich Bagnaia anfangs einen Vorsprung herausfahren können, der gemeinsam mit dem nachlassenden Pneu jedoch wegbröselte. "Fabio war mit dem Medium-Reifen am Schluss ein bisschen besser aufgestellt, aber es hat trotzdem gereicht", schilderte Bagnaia, der 0,36 Sekunden rettete.

Quartararo kann mit dem zweiten Platz gut leben. Ein Blick auf die Fahrer-Weltmeisterschaft erklärt, wieso. "Ich habe immer noch 48 Punkte Vorsprung, also heißt es ruhig bleiben", sagte der Gesamtführende. Auch der Franzose zeigte sich beeindruckt von der plötzlichen Dominanz Bagnaias: "Ich hätte gerne um den Sieg gekämpft, aber Pecco (Spitzname Bagnaias; Anm.) ist in einer eigenen Liga gefahren. Ich weiß nicht, wie er das macht mit den abgefahrenen Reifen."

Erstes Podest für Bastianini

Unmittelbar hinter Quartararo landete Bagnaias Landsmann und Markenkollege Enea Bastianini in seiner MotoGP-Debütsaison erstmals auf einem WM-Podest. "Und das ausgerechnet in Misano, was für mich ein magischer Ort ist", sagte der 23-Jährige.

Für den mehrfachen spanischen Ex-Weltmeister Marc Marquez gab es auf seiner Honda Rang vier, der Rückstand des Iberers betrug mehr als zehn Sekunden. Für KTM lief das Wochenende nicht nach Wunsch. Der Südafrikaner Brad Binder schaffte als Neunter nach einem für die Innviertler unterdurchschnittlichem Qualifying noch einen Top-Ten-Platz.

Für den italienischen Superstar Valentino Rossi reichte es in seiner Abschiedssaison beim Heimrennen auf einer Yamaha bloß zu Rang 17. In einem Monat bekommt der 42-jährige Publikumsliebling noch ein weitere Chance, springt Misano doch am 24. Oktober für das wegen der Pandemie abgesagte Rennen in Texas ein.

Ähnlich wie die MotoGP endete das Moto2-Rennen, in dem sich ebenso der WM-Zweite vor dem -Ersten durchsetzte. Der Spanier Raul Fernandez führte demnach einen Kalex-Doppelsieg vor dem Australier Remy Gardner an und hat in der WM-Wertung nur noch 34 Zähler Rückstand.

In der Moto3 siegte Dennis Foggia (ITA/Honda) eine gute halbe Sekunde vor seinem Landsmann Niccolo Antonelli (KTM). Dessen Markenkollege Pedro Acosta (ESP) wurde Siebenter, führt die WM-Wertung aber weiter klar an. Der Attnanger Maximilian Kofler beendete das Rennen an 22. Stelle.

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