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Motorsport

Die Formel 1 schaut in Baku in den Rückspiegel

Von OÖN/Sport   26. April 2019 00:04 Uhr

Die Formel 1 schaut in Baku in den Rückspiegel
Unvergessen: Vor 25 Jahren verunglückte Ayrton Senna.

BAKU. Vor 25 Jahren gab es in Imola ein schwarzes Renn-Wochenende.

Nach dem 1000. Grand Prix in Shanghai gibt es am kommenden Formel-1-Wochenende in Baku wieder einen Grund, in der Motorsport-Geschichte zurückzublättern – allerdings einen sehr traurigen. Vor 25 Jahren ereignete sich das schwarze Wochenende von Imola, an dem der Salzburger Roland Ratzenberger (30. April) und Super-Star Ayrton Senna (1. Mai) tödlich verunglückten. Rund um den Grand Prix von Aserbaidschan blickt man in der Formel 1 in den Rückspiegel. Dort taucht vor allem der unvergessene Senna auf.

"Es hat immer große Champions gegeben wie Nelson (Piquet; Anm.), wie Niki (Lauda), wie (Alain) Prost, wie Michael (Schumacher), aber es war immer einer über ihnen: Ayrton." So beschrieb der Tiroler Gerhard Berger, der Ex-Teamkollege von Senna, kürzlich den Brasilianer, der 34 Jahre alt wurde. 41 Rennen konnte Senna gewinnen, dreimal holte er den Titel. Für Berger hat es erst jetzt ein Rennfahrer geschafft, in Sennas Nähe vorzudringen: Lewis Hamilton. "Er ist der erste Fahrer, den ich auf dem gleichen Level sehe." Der Mercedes-Pilot ist mit 34 bereits fünffacher Weltmeister und hat 75 Grand-Prix-Siege auf dem Tacho.

Sennas Landsmann Felipe Massa findet Bergers Gedankengang interessant. "Ein Vergleich zwischen Ayrton und Lewis wäre spannend zu sehen, keine Frage. Aber wer schneller wäre, werden wir nie erfahren", sagte der Ex-Sauber-, Ferrari- und Williams-Pilot. "In seiner Zeit war er fast unschlagbar, vor allem im Qualifying. Was die Geschwindigkeit angeht, ist es schwierig, einen wie ihn zu finden." Für Berger ist Hamilton aktuell zumindest "unglaublich schnell". Dazu kommen weitere Pluspunkte. "Er macht weniger Fehler als seine Konkurrenten und weiß, wann Geduld gefragt ist."

Vettel unter Druck

Nach Hamiltons Sieg in Shanghai ist bei der Scuderia Ferrari Feuer am Dach. Vor allem Sebastian Vettel gerät zusehends unter Druck, da er nicht nur mit den Mercedes-Piloten, sondern auch mit seinem jungen Stallkollegen Charles Leclerc verglichen wird. Und dieser ist sehr flott unterwegs. In Shanghai wurde er von einer Stallorder eingebremst. Dafür gab es Kritik. Auch Berger bricht eine Lanze für den 21-jährigen Leclerc. "So sehr ich Sebastian mag und so sehr ich ihn schätze: Leclerc ist ein Bursche, der in der Lage ist, die Weltmeisterschaft zu gewinnen", sagt der Tiroler. Der 34-jährige Vettel vergab im Vorjahr in Baku aufgrund eines heftigen Verbremsers seine Siegchance und wurde nur Vierter. Passiert ihm das heuer wieder, kommt sein Nummer-1-Status bei Ferrari noch heftiger ins Wackeln, als er es eh schon tut.

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