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Motorsport

Dakar-Krimi: Gibt es ein Happy-End für KTM?

09. Januar 2021 00:04 Uhr

Dakar-Krimi: Gibt es ein Happy-End für KTM?
KTM-Mann Toby Price übernahm gestern die Gesamtführung.

HA’IL. Halbzeit in Saudi-Arabien: Motocross-Legende Heinz Kinigadner schwärmt vom Rennverlauf und leidet mit Matthias Walkner.

Nach 3300 von 7700 Kilometern ist die Rallye Dakar gestern in Ha’il zur "Raststation" abgebogen. Dem heutigen Ruhetag folgt morgen die siebente von insgesamt zwölf Etappen. Bei den Motorrädern hat sich das legendäre Rennen zum Krimi entwickelt. Die schnellsten acht Fahrer trennen nur zehn Minuten.

"Es ist noch alles offen, so spannend war die Dakar schon lange nicht mehr", sagt Heinz Kinigadner, Motocross-Legende und Marken-Botschafter des langjährigen Dakar-Dominators KTM, dessen Siegesserie im Vorjahr von Honda beendet wurde. Ob heuer die Revanche gelingt und es für KTM im Wüsten-Krimi ein Happy-End gibt, steht noch in den Sternen.

Mit einem siebten Platz auf der sechsten Etappe übernahm zwar KTM-Fahrer Toby Price die Führung im Gesamtklassement, mit Kevin Benavides (Arg) und Jose Ignacio Cornejo (Chi) hat der Australier aber zwei Honda-Asse im Windschatten. Sam Sunderland liegt als zweitschnellster KTM-Mann auf Platz sechs. "Wir sind gut aufgestellt und haben sehr gute Karten", sagt Kinigadner, der von der diesjährigen Rallye Dakar, die nach 2020 zum zweiten Mal in Saudi-Arabien ausgetragen wird, schwärmt. "Der Rennverlauf ist spannend, die Bilder sind fantastisch, alles ist so, wie es sich ein Rallye-Fan wünscht."

Nicht nach Wunsch verlief die Dakar allerdings für Matthias Walkner, der gleich auf der zweiten Etappe nach einem Kupplungsproblem mehr als zwei Stunden verlor und damit keine Chancen mehr auf eine Top-Platzierung hat. "Das ist irrsinnig schade, denn der Matthias hätte wirklich Siegchancen gehabt. Er war auch mental top in Form", sagt Kinigadner. Der KTM-Werksfahrer aus Kuchl ist Opfer seiner "Material-Tüftelei" geworden. Er fuhr nämlich mit einer eigens auf seinen Fahrstil abgestimmten Spezial-Kupplung, die offenbar noch zu wenig ausgetestet worden ist. Kinigadner: "Wir müssen die Sache noch analysieren, aber der Fehler dürfte in einem Zehntelmillimeter-Bereich liegen." Auf den verbleibenden sechs Etappen wäre Walkner jedenfalls für den einen oder anderen Tagessieg gut. Er könnte auch eine strategisch wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, für KTM den Sieg ins Ziel nach Jeddah zu bringen.

Ein "Herz" aus Steyr

Die Regeländerungen mit dem Reifen-Limit oder der Verschärfung der Navigationsanforderungen haben sich laut Kinigadner heuer positiv bemerkbar gemacht. Nur das Tempo sei noch "abartig hoch". Das bestätigt auch Walkner, der gestern als Tagesfünfter "die schnellste Etappe", die er je gefahren sei, absolvierte. "Ich habe mich gefühlt wie in der Quali-Runde bei einem Motocross-Rennen, wo man sich in jeder einzelnen Runde am Limit bewegt."

Bei den Autos liegt zur Halbzeit der Franzose Stephane Peterhansel in Führung. Im Buggy seines deutschen X-Raid-Teams schlägt ein Herz aus Oberösterreich: Der Diesel-Motor stammt aus dem BMW-Werk in Steyr. (chz)

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