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Motorsport

Binders Courage brachte KTM den Heimsieg ein

16. August 2021 00:04 Uhr

Binders Courage brachte KTM den Heimsieg ein
Oranger Jubel auf der großen Heimbühne: Brad Binder machte viele der zehntausenden Fans in Spielberg glücklich.

SPIELBERG. Werksfahrer blieb bei einsetzendem Regen am Red Bull Ring auf Slicks und düpierte damit die Konkurrenz.

Er riskierte alles und wurde am Ende dafür belohnt – Brad Binder bescherte KTM beim Heim-Grand-Prix auf dem Red Bull Ring in Spielberg überraschend den so ersehnten Heimsieg. Der Südafrikaner blieb trotz Regens auf profillosen Trockenreifen und rettete im Finish mit einer riskanten Rutschpartie den Triumph auf der Werksmaschine aus dem Innviertel. Binder siegte vor den beiden heranfliegenden Ducatis von Francesco Bagnaia und Jorge Martin. In der WM führt weiterhin der Franzose Fabio Quartararo (Yamaha).

Das Rennen vor 86.376 Zuschauern (145.090 am gesamten Wochenende) bot zwei Hälften. Auf zunächst noch trockener Piste hatte der spanische Vorwochen-Sieger Jorge Martin von der Pole aus keinen optimalen Start, fuhr aber zunächst stets im von Bagnaia angeführten Spitzenfeld. Nach Halbzeit drehte auch Marc Marquez auf und ging auf seiner unterlegenen Honda kurzzeitig sogar in Führung.

Schien zu diesem Zeitpunkt sogar der zweite Sieg nach dem Verletzungs-Comeback des achtfachen Weltmeisters Marquez möglich, warf der sechs Runden vor Schluss immer stärker werdende Regen dann alles über den Haufen. Während die meisten Fahrer in dem Flag-to-Flag-Rennen zum Wechsel auf das Regenbike an die Box kamen, blieb Binder mit Slicks stur auf der Strecke und wurde für die Courage belohnt.

"Die erste Runde war noch okay, der Rest dann wirklich angsteinflößend. Denn die Reifen waren im Keller, die Bremsen kalt. Mehrmals habe ich gedacht, jetzt ist es vorbei", staunte Binder über seine Fahrt auf nassem Asphalt. Nachsatz: "Es war ein Heimrennen von KTM. Da muss man etwas riskieren."

Großer Applaus für Rossi

Während man bei KTM nach schwachen Trainings den dritten GP-Sieg in der Königsklasse bejubelte, kam Valentino Rossi durch den finalen Trubel zu Platz acht und zu seiner bisher besten Saisonplatzierung. Die Fans feierten den "Doktor" mit Applaus und gelbem Nebel. Ein Helikopter flog nach dem Rennen mit einer riesigen "Danke"-Fahne über die Rennstrecke. Rossi hört nach 26 Jahren mit Saisonende auf.

Kofler diesmal ohne Punkte

Zuvor hatte der nur aus Reihe fünf gestartete Spanier Sergio Garcia das Rennen der Moto3-Klasse gewonnen. Der GasGas-Pilot setzte in der vorletzten Kurve das entscheidende Manöver. Der überlegene WM-Leader Pedro Acosta (KTM) begnügte sich mit Platz vier.

Binders Courage brachte KTM den Heimsieg ein
Unbelohnt: Maximilian Kofler

Der Attnang-Puchheimer Max Kofler landete auf Rang 22, nachdem er in der Vorwoche an gleicher Stelle als Neunter noch sein bestes WM-Ergebnis sicherstellte. Die Ziellinie kreuzte der KTM-Fahrer dabei eigentlich als 16. Wegen Verletzung der Track Limits (Streckenbegrenzung) kassierte Kofler – wie übrigens in der MotoGP auch Binder – aber Strafsekunden und fiel zurück.

Das Rennen der Moto2 ging an den Spanier Raul Fernandez vom KTM-Ajo-Team. Ihm gelang der bereits vierte Saisonsieg, er fährt 2022 im KTM-Tech3-Team der MotoGP.

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