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"Weihnachtsgeld" für Oberösterreichs Sport

Von Christoph Zöpfl 03. Dezember 2019 00:04 Uhr

"Weihnachtsgeld" für Oberösterreichs Sport
Sportlandesrat Markus Achleitner

LINZ. Achleitners Bilanz: Drei Pakete und ein Plus von vier Millionen

Schöne Bescherung: Wenn ab heute im Landtag die Budgets beschlossen werden, darf sich der heimische Sport auf der Siegerseite fühlen. Das jährliche Budget wird nämlich um vier Millionen aufgefettet und beträgt für 2020 und 2021 jeweils 16,8 Millionen Euro. "Von dieser Ebene darf es kein Zurück mehr geben", sagt Sportlandesrat Markus Achleitner, der am Ende seines ersten Jahres in dieser Funktion gestern sehr zufrieden bilanzierte. Tatsächlich ist es gelungen, einige Langzeit-Probleme zu stemmen, allen voran das Stadion-Projekt des LASK.

Bei der schwarz-weißen Fußball-Arena im Zentralraum ist VP-Mann Achleitner ein nicht für möglich gehaltener Doppelpass mit dem Linzer SP-Bürgermeister Klaus Luger gelungen. Schon im März hatten die streng geheimen Gespräche über die Übernahme des Linzer Stadions auf der Gugl begonnen, im Juli konnte das Paket, in dem sich auch ein neues Donaupark-Stadion für Lugers Herzensklub Blau-Weiß Linz befindet, präsentiert werden.

Sein Versprechen, dass es bei diesem Projekt keine Verlierer geben dürfe, löste der Landesrat mit einem weiteren Maßnahmenpaket für die Leichtathletik ein, die ein neues Basislager beim Zentrum der Union Oberösterreich bekommen wird. Dazu gibt es neben Investitionen in andere Standorte eine Adaptierung des Trauner Stadions für internationale Meetings. "Für unsere Infrastruktur-Offensive haben wir sogar Applaus aus Wien bekommen", sagt Achleitner, der zunächst harsche Kritik für die Vertreibung der Leichtathletik von der Gugl einstecken musste.

Verständnis für Kritik

Eher Pfiffe als Applaus gab es zuletzt auch für die Vorhaben des Landes im nordischen Bereich. Dass anstelle der Nordic Arena in Hellmonsödt in eine beschneibare Skiroller-Strecke in Hinzenbach investiert wird, ist vor allem im Mühlviertel ein Aufreger, was Achleitner nachvollziehen kann. "Ich verstehe, dass dort einige Leute frustriert sind, aber das Projekt wäre ökologisch und ökonomisch nicht zu verantworten gewesen."

In seiner Jahresbilanz sprach Achleitner auch den Fall eines Langlauftrainers an, dem mehrere Frauen sexuellen Missbrauch vorwerfen. Die OÖN haben diese Causa im März öffentlich gemacht und dabei einige Verantwortliche auf dem falschen Fuß erwischt. Inzwischen wurde ein Präventions- und Schutzkonzept entwickelt und eine neutrale Hotline eingerichtet (0732/2177). Achleitner: "Wir waren in diesem Bereich nicht so aufgestellt, dass alle gewusst haben, was zu tun ist. Jetzt wurden aber die richtigen Maßnahmen gesetzt."

Es gibt Luft nach oben

So erfreulich das aufgepeppte Sport-Budget auch ist, es gibt schon noch Luft nach oben. Achleitners Vorgänger Michael Strugl hatte immer (aber auch erfolglos) 20 Millionen jährlich für den Sport eingefordert. Und der Sportlandesrat Achleitner hat einen guten Grund, auf den Wirtschaftslandesrat Achleitner neidisch zu sein. Dessen Standortbudget beträgt nämlich 305 Millionen jährlich.

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Artikel von

Christoph Zöpfl

Leiter Sportredaktion

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