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Volleyball: Außenseiter Graz im Finale gegen Aich/Dob 2:0 voran

Von nachrichten.at/apa   11. April 2021 06:12 Uhr

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Jubel beim UVC Graz

GRAZ. Außenseiter UVC Graz führt im Endspiel der Volleyball-Bundesliga der Männer sensationell 2:0. Der Finalneuling fertigte den Titelverteidiger Aich/Dob am Samstag in der eigenen Halle mit 3:1 (22,15,-22,24) ab, das erste Duell in Kärnten war mit 3:2 an Graz gegangen.

Aich/Dob steht damit im nächsten Heimspiel der Best-of-seven-Serie am 18. April bereits gehörig unter Druck.

"Es schaut düster aus, Graz ist schon mehr als 50 Prozent Meister. Wir hätten einen Turnaround gebraucht, das haben wir nicht geschafft", erklärte Aich/Dob-Manager Martin Micheu im ORF-Interview. In der einwöchigen Pause habe man viel zu tun, wie auch Libero Manuel Steiner anmerkte. "Wir haben jetzt acht Tage Zeit, dass wir das irgendwie wieder geradebiegen können."

Micheu betonte, dass man diesmal klar schlechter gewesen sei. "Graz hat Volleyball mit Herz gezeigt und uns wirklich die Grenzen aufgezeigt. Wir haben einfach zu viele dumme Fehler gemacht, und in den entscheidenden Phasen gezeigt, dass uns die Klasse gefehlt", ärgerte sich Micheu. "Uns fehlt in allen Bereichen die Konstanz. Unglaublich, das ist uns das ganze Jahr nicht passiert."

Nach den ersten zwei verlorenen Sätzen war Micheu völlig entsetzt gewesen und hatte von einem peinlichen Auftritt gesprochen. "Das tut mir so weh, ich möchte am liebsten die Halle verlassen. Ich bin so schockiert über diesen Auftritt". So etwas habe er noch nicht erlebt. Er habe eine Reaktion erwartet, stattdessen agiere man völlig planlos. "Ich weiß gar nicht, was da passiert. Es ist Chaos pur, das tut mir wirklich sehr weh."

Nach dieser Wutrede gewann sein Team immerhin den nächsten Durchgang, im ausgeglichenen vierten behielten aber schließlich nach einem abgewehrten Satzball wieder die unbekümmert auftretenden Steirer die Oberhand und dürfen nun vom ganz großen Coup träumen. "Jetzt ist alles in unserer Hand", meinte Graz-Trainer Robert Koch. "Aich/Dob kann momentan nicht besser spielen, das ist meine Meinung. Wir haben gut gespielt, weil wir einfach mehr positive Energie haben. Heute waren wir überall deutlich besser."

Kapitän Clemens Unterberger verwies auf die gute Moral seiner Truppe. "Wir können befreit aufspielen, und durch unsere mentale Stärke auch einen verlorenen dritten Satz wegstecken. Im Moment machen wir Gott sei Dank relativ viel richtig."

Nächste Saison wieder in der obersten Liga wird das Tirol Volleyballteam spielen. Die Innsbrucker setzten sich am Samstag daheim im für sie entscheidenden Spiel um den Aufstieg gegen Verfolger hotVolleys aus Wien 3:0 durch.

In der Frauenliga erreichte Titelverteidiger ASKÖ Linz/Steg erneut das Endspiel. Die Oberösterreicherinnen gewannen auswärts gegen Rekordmeister SG Sokol/Post 3:0 (17,24,19) und entschieden die Halbfinalserie im Modus "best of three" vorzeitig 2:0 für sich. Die erste Partie hatte Linz/Steg ebenfalls ohne Satzverlust gewonnen. Im Finale (best of five) ab Mittwoch kommt es zum Duell mit UVC Graz, das sich 2:0 gegen Ti-volley Innsbruck durchgesetzt hatte.

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