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Vingegaard schöpft nach Etappensieg neue Hoffnung

Von Dominik Feischl, 10. Juli 2024, 16:25 Uhr
Schöne Geste nach beinhartem Duell: Pogacar gratulierte Vingegaard. Bild: AFP

Tour de France: Däne ließ nach Aufholjagd im Zentralmassiv Rivale Pogacar im Zielsprint hinter sich

Obwohl im Schatten von Alpen und Pyrenäen stehend, war das Zentralmassiv im Herzen Frankreichs bei der Tour de France schon oft Boden für ganz besondere Momente. So auch bei der elften Etappe, die nach 211 Kilometern zwischen Evaux-les-Bains und der Skistation in Le Lioran mit dem Sieg des Dänen Jonas Vingegaard endete. Erster Gratulant war sein großer Rivale Tadej Pogacar, der ihm im Zielsprint um eine Radlänge unterlag. Der Slowene baute im Gesamtklassement seinen Vorsprung gegenüber dem Etappen-Dritten Remco Evenepoel auf 1:06 Minuten aus, Vingegaard folgt mit 1:14 Minuten Rückstand auf Platz drei.

"Es bedeutet mir sehr viel. Vor zwei Monaten hätte ich nie geglaubt, dass mir so etwas hier gelingt. Ohne meine Familie hätte ich es nicht geschafft", sprudelte es dann aus Vingegaard, der mit den Tränen kämpfte, heraus. Erinnerungen an die harten Zeiten kamen wieder hoch. Nach dem folgenschweren Sturz im Frühjahr bei der Baskenland-Rundfahrt musste er kurzfristig um sein Leben bangen. Doch der Tour-Gewinner der letzten beiden Jahre rappelte sich früher als erwartet auf und stand bei seinem Lieblingsrennen doch wieder am Start, um es mit Pogacar aufzunehmen.

Die beiden Champions prägten die letzten vier Jahre die Frankreich-Rundfahrt mit ihrem Duell um Gelb. Am Mittwoch dürfte der ohne Rennpraxis zur Tour gekommene Vingegaard neue Hoffnung geschöpft haben, weil in den ersten eineinhalb Wochen bisher eigentlich alles für Pogacar lief.

Nachdem sein UAE-Team den ganzen Tag das Tempo hochhielt, wollte dieser mit einem seiner typischen explosiven Antritte am Pas de Peyrol gut 30 Kilometer vor dem Ziel schon die Entscheidung herbeiführen – was ihm vorerst auch gelang. Doch am Col de Pertus, dem vorletzten Berg, schloss der Visma-Kapitän mit beharrlichem Tempo und angefeuert von seinem sportlichen Leiter, Ex-Profi Grischa Niermann, die Lücke von etwa 30 Sekunden wieder. Das Duo machte sich schlussendlich den Sieg untereinander aus – mit dem besseren Ende für Vingegaard, der sich dann auch kämpferisch gab: "Die Tour ist noch lange nicht vorbei."

Pogacar blieb als Trost das Bergtrikot, das er Jonas Abrahamsen (Uno-X) abknöpfen konnte. Der Vierte Primoz Roglic stürzte bei der Verfolgungsjagd mit Evenepoel in der letzten Abfahrt, kam mit Abschürfungen aber glimpflich davon und wurde zeitgleich mit dem Belgier gewertet.

Felix Gall konnte dem Tempo der Allerbesten nicht folgen. Der Osttiroler erreichte mit 2:38 Minuten Rückstand als Zehnter das Ziel, ist als 13. nun 9:18 Minuten von Pogacar weg. Vor ihm liegen jedoch noch fünf Fahrer, die als Helfer in ihren Rennställen vorgesehen sind.

Am Donnerstag und am Freitag sind Sprinter und Ausreißer am Zug, ehe es am Wochenende mit zwei Bergankünften weitergeht.

  • Tour de France: 11. Etappe (Evaux-les-Bains–Le Lioran, 211 km): 1. Vingegaard (Den) Visma 4:58:00 Std., 2. Pogacar (Slo) UAE gl. Zeit, 3. Evenepoel (Bel) Soudal +25 Sek.; 10. Gall (Ö) Decathlon +2:38 Min.; Gesamt: 1. Pogacar 45:00:34 Std., 2. Evenepoel +1:06 Min., 3. Vingegaard +1:14; 13. Gall +9:18; 90. Mühlberger (Ö) Movistar +1:39:06 Std.
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Dominik Feischl
Dominik Feischl
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1  Kommentar
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2020Hallo (4.513 Kommentare)
am 11.07.2024 20:33

Hut ab vor ihm, nach so einem Unfall vor 3 Monaten und nun fast wieder top - Gratuliere! 🚴🏻👍

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