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"Um ehrlich zu sein, sehe ich sogar Olympia in Gefahr"

Von OÖN-Sport/APA   25. Februar 2020 15:35 Uhr

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Liu Jia

LINZ/BUSAN. Nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat der Tischtennis-Weltverband ITTF die für Ende März geplante Mannschafts-WM in Südkorea verschoben.

Eigentlich sollte das Turnier vom 22. bis 29. März in der Hafenstadt Busan stattfinden. Jetzt will der Tischtennis-Weltverband (ITTF) in den kommenden Wochen "die Situation beobachten" und danach entscheiden, ob die Weltmeisterschaften eventuell an einem eigens reservierten Ausweichtermin in der Zeit vom 21. bis 28. Juni stattfinden können. "Die Gesundheit und die Sicherheit von Spielern, Offiziellen und Fans haben oberste Priorität", heißt es in einer Mitteilung der ITTF vom Dienstag.

In Busan waren am vergangenen Freitag erste Fälle des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Der Weltverband hielt daraufhin am Wochenende ein "Notfalltreffen" mit Vertretern der Stadt und des südkoreanischen Verbandes KTTA ab.

"Natürlich sind wir in erster Linie froh, jetzt nicht nach Korea fliegen zu müssen", zeigte sich ÖTTV-Sportdirektor Karl Jindrak erleichtert über die Verschiebung. Allerdings ist er mit dem ins Auge gefassten Ersatztermin alles andere als glücklich. 

Erleichterung auch unter den Spielern

"Nicht nur aus österreichischer Sicht, generell aus europäischer Sicht, ist der Termin Ende Juni ungünstig. Der Juni war im dicht gedrängten Kalender der Aktiven die einzige Chance auf eine gezielte Olympia-Vorbereitung", erklärte Jindrak. Es wird auch international von vielen Verbänden wegen Olympia eine Verlegung in die zweite Jahreshälfte angeregt.

Österreichs Nummer eins der Herren, Daniel Habesohn, ist froh über die Verlegung: "In der jetzigen Situation wäre es unverantwortlich, nach Korea zu fliegen. Natürlich ist der Termin Ende Juni ungünstig, aber eine Großveranstaltung wie eine WM zu verschieben, ist auch organisatorisch eine immense Herausforderung." 

Liu Jia hat wegen der raschen Verbreitung des Virus "eigentlich mit der Absage gerechnet". Sie selbst habe mit koreanischen Spielern Kontakt gehabt. "Sie sind alle kaserniert und dürfen das Trainingszentrum nicht mehr verlassen." Die Linzerin denkt aber noch weiter: "Um ehrlich zu sein, sehe ich sogar Olympia in Gefahr."

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