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Ski-Star Vincent Kriechmayr war im Oberösterreicher-Duell die erste Wahl

Von nachrichten.at/apa   14. Oktober 2021 22:11 Uhr

Vincent Kriechmayr ist Sportler des Jahres

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WIEN. Sportlerwahl: Der Mühlviertler wurde vor Lukas Weißhaidinger Sportler des Jahres

Andreas Goldberger klatschte begeistert, als gestern bei der Wahl der österreichischen Sportler des Jahres im Wiener Konzerthaus genau 25 Jahre nach seinem Triumph endlich wieder ein Oberösterreicher ganz vorne stand. Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr war bei den rot-weiß-roten Sportjournalisten heuer die erste Wahl, auf Platz zwei landete mit Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger ein zweiter Oberösterreicher. Bei den Frauen gewann so wie Kriechmayr Rad-Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer erstmals den Titel, dessen Symbol seit dem Tod von Formel-1-Legende Niki Lauda eine goldene NIKI-Trophäe ist.

„Das ist eine große Ehre, Österreich ist nichts das größte Land, aber wir haben sehr viele gute Sportler“, sagte Kriechmayr, nachdem er von Franz Klammer die Trophäe überreicht bekam. Sitznachbar des Mühlviertler war übrigens Norwegens Ski-Star Aksel Lund Svindal. 900 Gäste waren gestern ins Konzerthaus gekommen, um eine „Symphonie in Gold“ zu erleben, bei der Österreichs beste Sportlerinnen und Sportler den Ton angaben. Bundespräsident Alexander Van der Bellen genoss höchstwahrscheinlich den Wechsel vom politischen auf das sportliche Spielfeld, zu den Gästen zählten auch viele ehemalige Sportler des Jahres wie Toni Innauer, Petra Kronberger, Hermann Maier, Annemarie Moser-Pröll oder auch Theresia Kiesl, die wie Goldberger 1996 die österreichische Sportlerwahl gewinnen konnte.

Anna Kiesenhofer und Vincent Kriechmayr.

Einen kleinen Trostpreis gab es für Weißhaidinger auch noch: In der Kategorie „Trainerpersönlichkeit des Jahres“ war sein Coach Gregor Högler wie schon 2016 und 2018 die Nummer eins.

Bei der Wahl des „Goldenen Moments“ der vergangenen 50 Jahre der österreichischen Sportgeschichte machte Hermann Maier mit seinem Sturz und den anschließenden Goldmedaillen bei Olympia 1998 in Nagano das Rennen. Der „Herminator“ nahm mit nassen Augen die Trophäe entgegen. „Ich bin nahe am Wasser gebaut“, so seine Erklärung.

Ablinger spendet seinen NIKI

Auch in der Kategorie „Sportler mit Behinderung“ gab es gestern einen oberösterreichischen Sieg. Paralympics-Champion Walter Ablinger gewann nach Gold und Bronze in Tokio erstmals die Trophäe. Der Innviertler war trotz schmerzhafter Verletzungen nach seinem Trainingsunfall in das Konzerthaus gekommen – um seinen NIKI abzuholen und gleich weiterzureichen. „Ich will ihn den drei größten Reha-Zentren in Österreich zur Verfügung stellen. Dort soll er Menschen motivieren, sich mit einer Behinderung zurück in das Leben zu kämpfen“, sagte Ablinger, der seine Karriere nun doch verlängern wird. „Nach dem Unfall brauche ich das Training als Motivation.“

Bundespräsident Van der Bellen mit Walter Ablinger.

Beim „Heimspiel“ treffen die zwei Sieger direkt aufeinander

Bei der Wahl zu Österreichs Sportlern des Jahres gestern in Wien waren Walter Ablinger und Vincent Kriechmayr noch beide Sieger (siehe oben). Wenn in knapp einem Monat am 10. November Oberösterreichs Sportler des Jahres gekürt werden, sind die beiden dann Kontrahenten. Denn beim „Heimspiel“ sind die Para-Sportler inkludiert – und auch sehr erfolgreich, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Mit Christoph Etzlstorfer (1996, 2004) und eben Ablinger (2012) ging der Sieg bisher dreimal an Para-Athleten. Kriechmayr gewann in seinem Heim-Bundesland einmal – und zwar im Vorjahr.

Dass im Sport das Titelverteidigen sprichwörtlich schwieriger ist als die vormaligen Siege, könnte der Konkurrenz in die Karten spielen – und hier kommt Lukas Weißhaidinger ins Spiel. Der Innviertler schrieb in Tokio mit der ersten Olympia-Medaille eines männlichen Leichtathleten österreichische Geschichte. In der rot-weiß-roten Ski-Nation reichte das für den 29-Jährigen bei der gestrigen Kür jedoch nicht zu Platz eins. Die OÖN-Sportlerwahl bietet dem Diskuswerfer nun die Gelegenheit zur Revanche. In der noch bis 28. Oktober laufenden Publikumswahl spielen die Favoriten derzeit aber nur Nebenrollen: Bei den Herren hat mit Triathlet Florian Brungraber ein anderer Para-Athlet die Führung übernommen. Bei den Damen hat Weltmeisterin Bianca Schall derzeit den meisten Zug am Wasserski. Karateka Bettina Plank ist als Sechste in Lauerstellung. Zittern um einen Platz unter den besten zehn, die den Sprung in die finale Jury-Abstimmung schaffen, muss Judoka Shamil Borchashvili. Der Olympia-Dritte ist derzeit Elfter. Bei den Teams gibt Basketballmeister Gmunden den Takt vor.

Abstimmen können Sie per Stimmzettel aus den OÖN oder online unter nachrichten.at/sportlerwahl

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