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Österreichs Golf-Asse sind im Hoch

Von OÖN   15. Oktober 2019 00:04 Uhr

Österreichs Golf-Asse sind im Hoch
Sepp Straka beweist sich in den USA.

WIEN. Erfolge: Bernd Wiesberger winkt nach dem Triumph in Rom sogar die Teilnahme beim Ryder Cup. Auch Sepp Straka, Matthias Schwab und Christine Wolf zeigen auf

Österreichs bester Golfprofi Bernd Wiesberger hat seinen "großartigen Sommer" mit dem dritten Saisonsieg getoppt. Der Triumph bei den hoch dotierten Italian Open in Rom katapultierte den Burgenländer nicht nur in der Weltrangliste auf einen Bestwert (22.), der seit Kurzem 34-Jährige führt auch wieder die Race-Wertung in Europa an und ist als Zweiter derzeit einer von vier derzeit qualifizierten Europäern für den Ryder Cup 2020.

Dass Wiesberger auch in der Olympia-Rangliste für die Spiele 2020 in Tokio praktisch "Fixstarter" ist, kommt da fast nur als Nebeneffekt daher. Ein Jahr nach seiner schweren Handverletzung spielt Wiesberger jedenfalls so gut und erfolgreich wie noch nie. Aber nicht nur er sorgt für ein aktuelles Golf-Hoch in Rot-Weiß-Rot. Eine Woche davor hatte Christine Wolf ihren ersten Sieg auf der Ladies European Tour gefeiert, in Rom glänzte auch Matthias Schwab als Vierter in einem Rolex-Event. Zu guter Letzt steuerte auch Sepp Straka bei seinem ersten Saison-Cut auf der US-PGA-Tour mit Platz vier ein weiteres Top-Ergebnis bei.

Preisgeld-Regen für die Spieler

Mit 286.875 Dollar fuhr Straka in Houston ebenso sein größtes Karriere-Preisgeld ein wie Schwab mit den 269.972 Euro in Rom. Über dem allen stand am Wochenende aber Wiesberger mit seinen 1,060 Millionen Euro, die den nun zweifachen Rolex-Champion und siebenfachen Gewinner auf der Europa-Tour im Karriere-Einkommen auf fast 13,7 Millionen Euro brachten. Dabei stehen die "fetten" Saison-Finalturniere noch aus.

"Es ist unfassbar, was da gerade abgeht", freute sich auch Nikolaus Zitny mit den erfolgreichen Golfern aus Österreich mit. Der ehemalige Profispieler und nunmehrige ÖGV-Sportdirektor weiß, dass derartige Erfolge nicht zufällig kommen. "In Sportarten gibt es immer wieder Wellenbewegungen. Wir haben gerade das Glück, dass wir gleich mehrere Ausnahmesportler haben. Was da geleistet wird in einer Sportart, die von über 60 Millionen Menschen in fast 150 Ländern betrieben wird, ist großartig und vor allem der Verdienst der Spieler", meinte Zitny. Dass Wiesberger nach seiner doch karrieregefährdenden Verletzung wieder so dastehe, sei ganz wunderbar. "Aber auch Matthias Schwab hat in seinem erst zweiten Jahr eigentlich eine Traumsaison, in der nur noch der Sieg fehlt."

Wiesberger selbst kehrte aufgrund der zahlreichen Verpflichtungen eines Turniersiegers aus der "Ewigen Stadt" erst gestern gegen 3 Uhr früh zurück nach Wien und das auch nur dank eines kurzfristig organisierten Privatfluges. Der nun in Bad Tatzmannsdorf lebende Oberwarter kann seinen neuerlichen Triumph etwas auskosten. Er greift erst Ende Oktober beim WGC-Event in Shanghai wieder ein, ehe die Finalserie der Europa-Tour beginnt.

Großer Zahltag in Shanghai

Und dort winkt dem Österreicher dann womöglich der ganz große "Zahltag", denn am Ende der dreiteiligen Rolex-Finalserie in der Türkei, in Südafrika und Dubai geht es um Rekord-Preisgeld. Dann geht es um fünf Millionen Dollar.

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