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ÖHB-Team meisterte die erste Etappe des WM-Plans

HERNING. Handball: Österreich schlug Saudi-Arabien in Herning 29:22

ÖHB-Team meisterte die erste Etappe des WM-Plans

Österreichs Robert Weber traf gegen Saudi-Arabien dreimal. Bild: APA

Österreichs Herren-Nationalteam hat bei der Handball-WM in Deutschland und Dänemark den eingeplanten Auftaktsieg eingefahren. Gegen Saudi-Arabien, den großen Außenseiter in der Vorrundengruppe C, feierte die Truppe von Patrekur Jóhannesson einen glanzlosen 29:22-(15:9)-Erfolg. Für den Isländer war es das 100. Länderspiel als ÖHB-Teamchef.

In der ersten Viertelstunde offerierte die neu formierte rot-weiß-rote Defensive in der Jyske Bank Boxen in Herning einige Lücken. Jóhannesson hatte hinten dem für seinen verletzten Zwillingsbruder Alex nachnominierten Max Hermann das Vertrauen geschenkt. Die Abstimmungsprobleme legten sich, und Österreich zog Mitte der ersten Halbzeit auch dank einer achtminütigen Torsperre von Schlussmann Kristian Pilipovic – insgesamt 41 Prozent der Schüsse abgewehrt – auf 11:6 davon. Aufregung kurz vor der Pausensirene: Hassan Al Janabi fiel dem bereits durchgebrochenem Robert Weber gefährlich gegen das Knie. Einem kurzen Verbalduell folgte die Rote Karte für den "Saudi".

Unkonzentriertheiten ließ die österreichische Sieben-Tore-Halbzeitführung zwischenzeitlich auf 16:19 schmelzen. Eine Schrecksekunde hatte Lukas Herburger, der nach einem Zweikampf lädiert raus musste. Der Kreisläufer konnte nach einer Pause weitermachen. Angeführt von Nikola Bilyk – mit sieben Toren bester ÖHB-Werfer – fing sich die ÖHB-Sieben, weshalb Jóhannesson die Möglichkeit nutzte, ordentlich durchzutauschen. Zur Freude unter anderem von Sebastian Frimmel, der rechtzeitig nach seiner Fingerverletzung fit geworden war und mit rot-weiß-rotem Verband spielte.

Gegen die "Feuchtmänner"

Nicht einmal 24 Stunden haben die Österreicher Zeit, sich auf das heute (15 Uhr live auf ORF Sport Plus) folgende zweite Gruppenspiel gegen Chile vorzubereiten. Für die Südamerikaner, deren Herzstück die beiden ehemaligen Westwien-Legionäre Erwin und Emil Feuchtmann bilden, hatte es gegen einen voll motivierten Co-Gastgeber Dänemark eine deutliche 16:39-Niederlage gesetzt. Gegen Chile sowie Tunesien scheinen die zwei für einen Aufstieg in die Hauptrunde noch benötigten ÖHB-Siege am realistischsten.

Max Hermann als "Oberösterreicher des Tages" auf Seite 44

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Artikel 12. Januar 2019 - 00:04 Uhr
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