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Handballer surften auf der Euphoriewelle zum EM-Aufstieg

Von Reinhold Pühringer 15. Januar 2020 00:04 Uhr

Dritter Sieg! Handballer surften auf der Euphoriewelle zum EM-Aufstieg
Schlusspfiff: Österreichs Handball-Team jubelte über den Aufstieg in die Hauptrunde der Heim-EM.

WIEN. Entfesseltes ÖHB-Team spielte Nordmazedonien 32:28 an die Wand. In der Hauptrunde kommen nun die Fanmagnete Kroatien, Spanien und Deutschland nach Wien.

Österreichs Handball-Nationalteam feierte bei der Heim-EM in Wien mit einem fulminanten 32:28 (18:12) über Nordmazedonien den dritten Sieg im dritten Spiel. Die ÖHB-Auswahl steigt damit als Gruppensieger in die morgen in Wien beginnende Hauptrunde auf. Rot-Weiß-Rot, das zwei Punkte aus der Vorrunde mitnimmt, wird dort auf Kroatien (Donnerstag), Titelverteidiger Spanien (Sa.), Deutschland (Mo.) und Weißrussland (Mi.) treffen. "Es ist unglaublich! Wir genießen diesen Moment", sprach ÖHB-Teamchef Ales Pajovic seiner Mannschaft ein Kompliment aus.

Seine Sieben ließ im Gruppengipfel vor 7500 Zuschauern von Beginn weg keine Zweifel aufkommen. Pajovic hatte eine personelle Umstellung vorgenommen: Anstelle von Thomas Bauer schenkte der Slowene Thomas Eichberger im ÖHB-Tor von Beginn an das Vertrauen. Der Steirer – zuletzt wertvoller Joker – wuchs bei seinem Start-Sieben-Debüt über sich hinaus, kam in der ersten Hälfte mit acht Paraden auf eine bärenstarke Abwehrquote von 41 Prozent. Zur Einordnung: Bereits bei mehr als 30 Prozent ist im Handball von einem Topwert die Rede.

Eichberger "vernagelte" das Tor

Selbst der nordmazedonische Superstar Kiril Lazarov biss sich am 26-jährigen Eichberger, der mit insgesamt 15 Paraden zum "Mann des Spiels" gekürt wurde, mehrfach die Zähne aus. "Eichi war überragend", lobte Pajovic. Für Lazarov, der für Nordmazedonien schon mehr als 1100 Tore erzielt hat, hatte Pajovic Sebastian Frimmel als Sonderbewacher abgestellt. Das zeigte Wirkung: Der 39-Jährige wirkte über weite Strecken isoliert.

Nachdem Robert Weber – mit sieben Toren bester ÖHB-Werfer – in der 37. Minute mit dem 24:13 einen zwischenzeitlichen Elf-Tore-Vorsprung herstellte, nutzte Pajovic die Schlussphase, um sein Team durchzuwechseln. Das bedeutete auch Verschnaufpausen für den in der Vorrunde viel eingesetzten Nikola Bilyk und Janko Bozovic. "Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt einmal so ein Feuerwerk abgefackelt zu haben", staunte mit dem 34-jährigen Weber der erfahrenste ÖHB-Spieler. Bei den um Schadensbegrenzung bemühten Nordmazedoniern bekam in der Schlussphase noch HC-Linz-Legionär Goran Krstevski Einsatzzeit.

Morgen gegen Kroatien

Die Hauptrundengruppe in der Wiener Stadthalle darf sich auf einen Fanansturm freuen. Neben den gewohnt fanatischen Kroaten warten mit Spanien und Deutschland zwei echte Kracherpartien auf die Österreicher, die mit dem Erreichen der besten zwölf das Hauptziel schon erreicht haben. Für Pajovic und Co. geht es nun um die Zugabe. "Jetzt kommen die Super-Mannschaften, die sind Kandidaten für die Medaillen", sagte der 41-jährige Chefstratege. "Wenn es eine Chance auf eine Überraschung gibt, werden wir diese nützen."

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