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Gmundner Swans können ihr „Final-Trauma“ (noch) nicht abschütteln

Von Alexander Zambarloukos   09.März 2021

Der Stachel der Enttäuschung steckt tief

„Vielleicht ist es ein Gmundner Fluch, weil sich die Geschichte wiederholt. Wir können nicht diesen nächsten Schritt machen, dass wir endlich ein Finale gewinnen“, sagte Kapitän Enis Murati nach dem Umfaller, der sich in dieser Form nicht angekündigt hatte.

Immerhin hatten die Swans neun Minuten vor Schluss eine scheinbar komfortable Elf-Punkte-Führung herausgeworfen. Doch dann kam Oberwarts US-Legionär Quincy Diggs und stürzte die Oberösterreicher mit einer überragenden Show (30 Punkte, zehn Rebounds) ins Tal der Tränen.

Es spielt sich im Kopf ab. Dabei weiß der 32-jährige Murati, wie es sich anfühlt, einen Titel zu holen. Der „Leitwolf“ wirkte schon 2012 mit, als die Gmundner zum bis dato letzten Mal eine Trophäe stemmten. Es war nach dem Pokalfinale gegen Graz (74:58) – vor neun Jahren. Lang, lang ist’s her.

Die Leidensgeschichte der „Korbjäger“ vom Traunsee kennt auch Headcoach Anton Mirolybov (43), der noch keinen Titel gewonnen hat.

Trotzdem gelang es dem Finnen, die Swans so zu formen, dass sie an der Spitze der Superliga stehen.

An Qualität mangelt es nicht, an Zuversicht auch nicht. „Obwohl wir dieses Spiel verloren haben, wird es uns Kraft geben. In den Play-offs werden wir bereit sein“, verspricht Mirolybov.

Gmundens "Final-Fluch"

2012 hat der vierfache Basketball-Meister und sechsmalige Pokalsieger Swans Gmunden seinen bis dato letzten Titel geholt. Seit damals gingen sechs Finals verloren:

  • Cup 2014: Kapfenberg – Gmunden  74:40
  • Cup 2018: Kapfenberg – Gmunden  82:79
  • Liga-Play-off 2018: Kapfenberg – Gmunden 4:2-Siege
  • Cup 2019: Kapfenberg – Gmunden  80:70
  • Liga-Play-off 2019: Kapfenberg – Gmunden 3:0-Siege
  • Cup 2021: Oberwart – Gmunden  84:74
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