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"Für uns ist das ein Weckruf"

Von Alexander Zambarloukos  17. Januar 2020 00:04 Uhr

"Für uns ist das ein Weckruf"
Ein Kampf auf Biegen und Brechen: Gmundens Enis Murati (li.) im Duell mit dem Welser Thomas Csebits

WELS/GMUNDEN. 90. Basketball-Derby: Die Swans Gmunden sind morgen (19 Uhr) auswärts gegen die Flyers Wels zu favorisieren, doch das Cup-Viertelfinal-Aus hat Spuren hinterlassen.

Nachdem die Swans phasenweise wie ein Tornado durch den Grunddurchgang der neuen Basketball-Superliga gestürmt waren, machten sich Optimisten berechtigte Hoffnungen auf das erste Gmundner Double seit 2010. Doch der Traum vom Cup-Triumph ist geplatzt, nach der 91:92-Niederlage beim Angstgegner St. Pölten war im Viertelfinale Schluss.

Jetzt gilt der Fokus der Meisterschaft, die morgen (19 Uhr) ihre zweite Phase einläutet. Die Platzierungsrunde der Top Sechs, die geschlossen für das Play-off-Viertelfinale qualifiziert sind, beginnt mit einem emotionalen Leckerbissen.

Das von den OÖNachrichten präsentierte Derby zwischen den Raiffeisen Flyers Wels und den "Schwänen" steht auf dem Programm.

Die Bilanz spricht für die Swans

Gmunden bleibt trotz des Rückschlags – nicht nur statistisch – der Favorit. "Wir müssen uns aber deutlich steigern", sagt Finanzchef Harald Stelzer, dessen Team die bisherigen drei Saisonduelle für sich entschieden hat – 107:89 zu Hause, 106:72 in der Messestadt und 88:87 im Pokal-Achtelfinale in der heimischen Volksbank-Arena. Auch die Ewige Bilanz spricht für die "Korbjäger" vom Traunsee, die von 89 Partien 65 gewonnen und 24 verloren haben.

Was bringt das 90. Mal? Wels darf sich an den Strohhalm klammern, dass die Gmundner Defensive zuletzt nicht so sattelfest war. Der BC Vienna scorte 101 Punkte, St. Pölten 92. Trotzdem ist man bei den Flyers mit Kampfansagen vorsichtig. Das ist auch der finanziellen Situation geschuldet: "Uns sind Grenzen gesetzt", weiß Wels-Obmann Michael Dittrich: "Gmunden hat einen schwedischen Nationalspieler nachverpflichtet – da können wir nicht mithalten."

Besagter Mann heißt Charles Barton und wird sein erstes Derby bestreiten. Mit 21 Punkten war der Neuzugang Topscorer beim Cup-Aus in St. Pölten. "Für uns ist das ein Weckruf, dass wir kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen dürfen", betonte Barton.

Klar, dass die Flyers die Gunst der Stunde nützen wollen. Das Saisonziel bleibt das Semifinale. Aufgrund der Punktehalbierung sieht die Welt schon wieder rosiger aus. Der Rückstand auf Spitzenreiter Gmunden beträgt sechs Zähler, jener auf Platz vier (gleichbedeutend mit dem Viertelfinal-Heimrecht) vier.

"Bei uns ist es ein ständiges Auf und Ab", sagte 2,04-Meter-Mann Benjamin Blazevic (24), dem der jüngste Auftritt in Kapfenberg (74:79) ein bisschen Mut macht: "Wir haben dem amtierenden Meister alles abverlangt, aber das Match mit zwei Offensiv-Rebounds aus der Hand gegeben. So etwas ist natürlich ärgerlich. Trotzdem haben wir phasenweise gezeigt, was wir können."

Wels-Coach Sebastian Waser will den Swans, die er als "die momentan mit Abstand stärkste Mannschaft" bezeichnet, "einen harten Fight" liefern und den Fans damit Lust auf mehr machen. Die Saison-Heimbilanz mit fünf Erfolgen und vier Niederlagen ist auf jeden Fall ausbaufähig. Auf einen Derbysieg warten die Anhänger der Flyers übrigens seit 27. April 2019. Damals führte Kapitän Davor Lamesic (18 Punkte) die Welser zum 85:80. Und morgen?

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Alexander Zambarloukos

Redakteur Sport

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