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"Es gibt noch viele Sachen, die ich lernen muss"

01. August 2022 00:04 Uhr

"Es gibt noch viele Sachen, die ich lernen muss"
Sieger Roberto Bautista Agut und Finalist Filip Misolic

KITZBÜHEL. Tennis: Überraschungsmann Filip Misolic gibt sich nach dem Kitzbühel-Finale bescheiden.

Obwohl der Titel des ATP-250-Turniers von Kitzbühel nach einem 6:2 und 6:2 an den spanischen Favoriten Roberto Bautista Agut ging, strahlte auch dessen Finalgegner Filip Misolic wie ein Sieger. Kein Wunder, hatte den 20-jährigen ATP-Debütanten im Vorhinein niemand auf der Rechnung gehabt – nicht einmal er selbst. "Ich weiß selbst nicht, was alles in der Woche passiert ist", sagte der Steirer, der für das Kitzbühel-Publikum das Viertelfinal-Aus von Dominic Thiem leicht verschmerzbar machte.

Mit seinem Finaleinzug wird sich Misolic in der Weltrangliste auf etwa die 135. Stelle verbessern, was ihn prompt zur österreichischen Nummer eins macht. "Das ist natürlich ein Traum", sagte der Jungstar, der im gleichen Atemzug versprach, weiter hart an sich zu arbeiten. "Es gibt noch viele Sachen, die ich lernen muss."

Kämpferherz und Einsatzbereitschaft demonstrierte Misolic auch in Kitzbühel, wo er am Freitag praktisch zwei Matches an einem Tag absolvierte. Nur wenige Stunden nach dem 2:6, 7:6(5), 6:3 im Viertelfinale über Dusan Lajovic (Srb) wurde das Halbfinale gegen Thiem-Bezwinger Yannick Hanfmann (D) nach 6:2, 2:6 und 6:6 erst im entscheidenden Tiebreak bei 1:0 von Regen unterbrochen. Davon ließ sich Misolic nicht drausbringen, fixierte am Samstag mit 7:4 seinen ersten Finaleinzug. "Gegen Hanfmann hat im Finish nur noch der Kopf entschieden. Im Kopf liegt seine große Stärke", sagte Touring-Coach Lorenz Fink über seinen Schützling. Letzter ließ sich von der besonderen Situation nicht stressen: "Ich habe gut geschlafen, ich war ein bisserl müde vom Vortag."

Nächstes Ziel sind die US Open

Es überrascht nicht, dass Sand der Lieblingsbelag von Misolic ist, für den es nun aber auf Hartplatz weitergeht, auf dem er sich für die US Open qualifizieren möchte. "Viele sagen, dass ich das Spiel für Hartplatz auch mitbringe. Momentan fühle ich mich nicht ganz so sicher auf Hartplatz", beschrieb der neue österreichische Tennis-Held.

Filip Misolic im Porträt auf Seite 4

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