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Emmas Sternstunde

13. September 2021 00:04 Uhr

Emmas Sternstunde
US-Open-Siegerin Raducanu

NEW YORK. Zehn Siege en suite, 20:0 Sätze und nicht einmal ein Tiebreak gespielt: Das Märchen der Emma Raducanu hat am Samstagabend in Flushing Meadows ein Happy End mit Standing Ovations erfahren.

Die 18-jährige Britin triumphierte bei den US Open in einem an Intensität kaum zu überbietenden Schlagabtausch mit der nur zwei Monate älteren Kanadierin Leylah Fernandez, die 4:6, 3:6 unterlag. Raducanu, die als erste Qualifikantin in der Tennis-Geschichte ein Grand-Slam-Turnier gewann, war vor ihrem sensationellen Coup nur die Nummer 150 der Weltrangliste gewesen, jetzt hat sie eine Welle der Begeisterung in Großbritannien losgetreten.

Selbst Queen Elizabeth äußerte sich zum ersten Grand-Slam-Titel einer Britin seit Virginia Wade 1977 (Wimbledon): "Das ist ein beeindruckender Erfolg in einem so jungen Alter und ein Beleg für harte Arbeit und Einsatz", schrieb das Oberhaupt der britischen Krone an die im kanadischen Toronto geborene Einwanderertochter eines Rumänen und einer Chinesin, die seit ihrem zweiten Lebensjahr in London lebt und unter britischer Flagge antritt. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass ihre herausragende Leistung und die ihrer Gegnerin Leylah Fernandez die nächste Generation an Tennisspielern inspirieren wird."

Ein wahres Wort aus königlichem Munde. Raducanu selbst war völlig überwältigt. "Es ist ein absoluter Traum", freute sich die Senkrechtstarterin, die im neuen WTA-Ranking einen Sprung auf Position 23 machen wird. 2,5 Millionen Dollar (2,11 Mio. Euro) darf sie als Lohn einstreifen. Obwohl sie zum Titel regelrecht durchmarschiert ist, sei es gar nicht so einfach gewesen, wie es ausgesehen habe. "Auch wenn ich auf dem Papier keinen Satz abgegeben habe, habe ich in jedem Match viel Widerstand erlebt", blickte Raducanu auf drei atemberaubende Wochen zurück. In Erinnerung ist noch ein Qualifikationsmatch, in dem sie ihrem Betreuerstab frustriert signalisiert hatte: "Es hat keinen Sinn, lasst uns nach Hause fahren." Der Youngster biss sich durch und erntete den Lohn.

Zwei Teenagerinnen in einem Grand-Slam-Endspiel hatte es zuletzt 1999 gegeben, als Serena Williams (USA) über Martina Hingis (Sui) triumphierte. 2021 standen sich zwei in Kanada geborene junge Frauen mit asiatischen Wurzeln gegenüber. Schon vor dem Showdown standen Sponsoren Schlange, um Millionenverträge vorzulegen. Sowohl Raducanu als auch Fernandez wirken so unglaublich reif für ihr junges Alter, dass sie dieser magische Moment nicht aus der Spur zu werfen scheint.

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