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Eine hohe Hürde für den EHV Linz

Von Alexander Zambarloukos  22. Juni 2020 00:04 Uhr

LINZ. Heute fällt die Entscheidung, ob der neue Verein in die Liga aufgenommen wird.

Die Vernunft sagt, dass in Linz Platz für "nur" einen Eishockey-Oberhaus-Klub ist. Doch heute könnte es – zumindest vorübergehend – zwei geben. Dann nämlich, wenn der nach einem Bruch der ehemaligen Black-Wings-Vizepräsidenten Karl Egger, Peter Matausch und Peter Zauner mit Chef Peter Freunschlag neu gegründete EHV Linz für die internationale Liga zugelassen wird.

Am Nachmittag wird das Resultat des Umlaufbeschlusses erwartet. Der EHV mit Kristine Egger und Stefan Gintenreiter an der Spitze hat am Mittwoch eine überzeugende Bewerbung abgegeben und sich für eine Aufnahme als Probemitglied empfohlen.

Doch objektive Kriterien allein sind nicht der Maßstab. Jetzt liegt der Puck bei zehn Klubs, die Farbe bekennen müssen. Möglich ist nur ein "Ja" oder ein "Nein", eine zuletzt viel diskutierte Stimmenthaltung – weil die Causa Linz ziemlich turbulent und undurchsichtig ist – steht nicht zur Debatte.

Das Liga-Präsidium hat – entgegen ursprünglich anderslautenden Botschaften – kein Votum. An der Ausgangslage ändert sich deshalb nicht viel. Der EHV braucht eine Zweidrittelmehrheit, konkret sieben von zehn möglichen Stimmen. Vorher waren es acht von elf. Eine Ablehnung ist von Seiten des Stadtrivalen Black Wings zu erwarten, weitere potenzielle Nein-Sager könnten in den vergangenen Tagen noch einmal in sich gegangen sein, weil sich die Meldungslage überschlagen hat. Ausstehende Gehälter sowie Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Finanz gegen Freunschlag lassen die Black Wings nicht zur Ruhe kommen.

Bei einem Nein zum EHV stünde das Linzer Spitzeneishockey zumindest in der kommenden Saison auf wackeligen Beinen, wenngleich Freunschlag stets versicherte, dass er sich nichts habe zuschulden kommen lassen.

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Alexander Zambarloukos

Redakteur Sport

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