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Ein Sport-Spektakel als Schulbeispiel

25. August 2021 00:04 Uhr

Ein Sport-Spektakel als Schulbeispiel
Österreichs Mannschaft bei der Eröffnung: Natalija Eder und Günther Matzinger gingen mit der Fahne voraus.

TOKIO. Bei den gestern eröffneten Paralympics dürfen mehr als 100.000 Schüler zuschauen.

Um 22.08 Uhr Ortszeit erklärte der japanische Kaiser Naruhito gestern im Olympiastadion von Tokio die Paralympics 2020 mit einem Jahr verspätet für eröffnet. Bis 5. September werden rund 4400 Aktive aus 170 Ländern in 22 Sportarten um insgesamt 539 Medaillensätze kämpfen. Das sind aufgrund der zahlreichen Klasseneinteilungen um 200 mehr als bei den Olympischen Sommerspielen vor einem Monat. Auch was das Publikum betrifft, haben die Paralympics einen Bonus. Waren die Wettkämpfe im Zeichen der fünf Ringe noch reine "Geisterspiele" ohne Zuschauer, dürfen beim heute beginnenden Sport-Spektakel in Tokio mehr als 100.000 japanische Schüler live dabei sein.

Die Paralympics sind tatsächlich ein sehr lehrreiches Schulbeispiel. Das ist auch das Motiv der Veranstalter, für Kinder die Türen zu den Sportstätten zu öffnen. Die Schüler sollen sehen und lernen, was behinderte Menschen leisten können, so das Argument. Die damit verknüpfte Erwartung definiert Seiko Hashimoto, die Präsidentin des Organisationskomitees, so: "Tokio ist zum zweiten Mal Gastgeber der Paralympischen Spiele. Dieses Mal müssen wir die Gesellschaft ändern."

Der "Schulversuch" stößt nicht überall auf Zustimmung. In Japan baut sich gerade eine fünfte Coronawelle auf, die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Tokio innerhalb eines Monats von 79 auf 230 gestiegen.

Ein Sport-Spektakel als Schulbeispiel
Routinier Andreas Onea schwimmt im Favoritenkreis.

Onea schwimmt mit Leib und Seele

Neben der Wahl-Mondseerin Yvonne Marzinke, die in der Nacht auf heute im 3000-Meter-Bahnrennen auf dem Rad Tempo machte, rücken zum Paralympics-Auftakt Österreichs Schwimmer in den Blickpunkt. Vor allem der Niederösterreicher Andreas Onea hat sich bei seinem vierten Paralympics-Start einiges vorgenommen. „Ich werde im Wasser alles geben und meine Seele im Becken liegen lassen“, sagt der 29-jährige, der in der Nacht auf Donnerstag über 100 Meter Brust zu den Medaillenkandidaten zählt. Nach einer Klassenzusammenlegung ist die Konkurrenz für Onea, der bei einem Autounfall als Kind seinen linken Arm eingebüßt hat, stärker geworden. „Ich muss gegen Leute antreten, die einen halben Arm mehr haben als ich.“ Paralympics-Debütant Andreas Ernhofer hat heute über 50 Meter Brust Außenseiterchancen. Ebenfalls heute greift Tischtennis-Ass Krisztian Gardos in das Geschehen ein. Der Tiroler hat wie Onea in Rio eine Bronzemedaille gewonnen und ist in Tokio erneut ein rot-weiß-roter Hoffnungsträger.

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