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Ein Ex-Fahrer stahl Wels die Schau

Von Dominik Feischl 17. Juni 2019 00:04 Uhr

Ein Ex-Fahrer stahl Wels die Schau
Der 23-Jährige gab das am Freitag eroberte gelbe Führungstrikot bis nach Ternberg nicht mehr her.

TERNBERG. Rad: Bei der Oberösterreich-Rundfahrt triumphierte mit Jannik Steimle ein Deutscher:

Er trug zwei Jahre das Trikot des Welser Felbermayr-Simplon-Radteams, nun stahl der Deutsche Jannik Steimle seiner früheren Mannschaft bei der 10. Oberösterreich-Rundfahrt die Schau. Der Allrounder vom Team Vorarlberg gewann nach vier Etappen die Gesamtwertung ganze 13 Sekunden vor dem Welser Kapitän Stephan Rabitsch, der die letzten drei Jahre noch das gelbe Gewinner-Trikot überstreifen durfte.

"Als Präsident des Verbandes und Organisator der Rundfahrt bin ich sehr zufrieden", sagte dann bei der Zielankunft in Ternberg auch Paul Resch. Als Gesellschafter des Welser Teams, zuletzt sechs Jahre die dominierende Equipe, sah er den diesmal verpassten Heimerfolg zwar mit einem leicht weinenden Auge. Doch für die internationale Reputation der Rundfahrt sei der Sieg eines Deutschen eine gute Sache gewesen, bemerkte Alpentour-TV-Moderator Michael Nussbaumer.

Noch dazu, wo Steimle so souverän auftrat wie kein anderer im Feld. Er parierte gestern am letzten Teilstück von Traun nach Ternberg die Angriffe von Rabitsch souverän, sicherte sich bei der Sprintwertung in Micheldorf sogar noch drei Bonussekunden und kontrollierte dann mit seiner Mannschaft das Geschehen bis ins Ziel. Schon am Samstag auf der Königsetappe hatte Steimle das am Freitag eroberte Führungstrikot erfolgreich verteidigt.

Den gestrigen Sieg machte sich vorne eine Spitzengruppe aus. Der Norweger Anders Skaarseth (Uno-X) landete im Zielsprint vor Andreas Bajc (Wels) und gewann damit auch das Punktetrikot. 1:21 Minuten später rollten Steimle und der Rest des Pelotons ein.

"Ich war nach der Hitzeschlacht am Freitag eigentlich schon komplett am Ende, aber dank meiner Teamkollegen habe ich das hier gerettet", sagte der 23-Jährige, der als Außenseiter nun auch ein Auge auf das deutsche Meistertrikot, das am 30. Juni vergeben wird, geworfen hat. "Vielleicht gelingt mir dort wieder eine Überraschung."

Als fairer Zweiter gab sich auch Rabitsch. "Diese Auflage war vom Terrain her eher etwas für Jannik. Für mich passt das Ergebnis so, ich habe alles gegeben, und wir haben auch die Mannschaftswertung gewonnen", sagte der Steirer.

Weiter geht es in Slowenien

Für ihn und die Welser Mannschaft geht es nun zur Slowenien-Rundfahrt weiter, wo man sich ab Mittwoch den letzten Feinschliff für die Österreich-Tour holen will.

Nicht ganz zufrieden sein konnte das Steyrer Hrinkow-Team mit dem Abschneiden auf der gestrigen Heimetappe. Kapitän Jonas Rapp, der am Samstag stark aufholte, fiel noch von Gesamtplatz neun auf Rang 15 zurück.

Der Däne Jakob Fuglsang gewann die Dauphiné-Rundfahrt. Der 2019 schon so erfolgreiche Marchtrenker Felix Großschartner schaffte es mit einem wahren Kraftakt Samstag und auch gestern in die Ausreißergruppe. "Obwohl ich schon ein ziemlich müde bin, konnte ich noch einmal aufzeigen", sagte der 25-Jährige.

Fuglsangs Astana-Teamkollege Luis León Sánchez machte bei der zweiten Etappe der Tour de Suisse das Rennen.

Und das erst 19-jährige Supertalent Remco Evenepoel (Deceuninck-Quick Step) war bei der Belgien-Tour nicht zu schlagen.

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