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Ein Dämpfer ohne große Folgen

20. November 2020 00:04 Uhr

Ein Dämpfer ohne große Folgen
Im Halbfinale wird Dominic Thiem wieder einen Gang höher schalten müssen.

LONDON. Dominic Thiem unterlag bei den ATP Finals Rublew, stieg dennoch als Gruppenerster auf.

Für Dominic Thiem setzte es im dritten Gruppenspiel der ATP Finals in London einen Dämpfer. Der 27-jährige Niederösterreicher musste sich dem Russen Andrej Rublew nach 1:15 Stunden Spielzeit glatt mit 2:6 und 5:7 geschlagen geben. "Ich wollte den Sieg zu hundert Prozent. Es war aber schwierig nach den ersten beiden Spielen, die hart und lang waren, diese unglaubliche Intensität aufrechtzuerhalten", erklärte Thiem. Ein Spannungsabfall also, der auch damit zu tun hatte, dass die Niederlage für Thiem mehr oder weniger folgenlos war. Einzig den Sprung an die zweite Stelle der Weltrangliste musste der aktuell Drittplatzierte wegen der Zwei-Satz-Niederlage vorzeitig abschreiben. Bei den ATP Finals wird der ÖTV-Star dennoch als Erster der Vorrundengruppe "London 2020" in das morgige Halbfinale einziehen.

Im Halbfinale gegen Djokovic?

Thiems Gegner – der Zweitplatzierte im Pool "Tokio 2020" – wird heute im direkten Duell zwischen Novak Djokovic (Srb) und Alexander Zverev (D; nicht vor 15 Uhr live auf Sky) ermittelt. Dieses Match wolle sich Thiem heute in aller Ruhe in der O2-Arena anschauen. Dass er nun als Gruppensieger gegen Djokovic möglicherweise schon im Halbfinale drankommen könnte, stört Thiem nicht. "Jeder Spieler hier ist großartig. Es spielt keine Rolle, gegen wen ich spiele, ich muss wieder so spielen wie in den ersten Gruppenmatches." Auf den Gegner habe er ohnehin keinen Einfluss und da auch keine Präferenz, sagte der 17-fache Turniersieger aus Lichtenwörth.

Dichtes Gedränge

Ein Favorit sei bei der inoffiziellen Tennis-WM ohnehin nicht auszumachen. "Fast alle Matches bei diesen Finals sind ziemlich offen, der Spieler, der den besseren Tag hat, wird als Sieger rausgehen. Das ist auch für beide Semifinali so." Aus Thiems Sicht gibt es, auch aufgrund der bisherigen Leistungen, "keinen großen Titel-Favoriten". Sein 300. Sieg auf der ATP-Tour wurde gestern jedenfalls vertagt – er hofft, nur bis morgen. Fest steht: Österreichs "Sportler des Jahres" wird in jedem Fall als Nummer drei im ATP-Ranking in die neue Saison starten.

Ein Start, der wegen der Coronakrise nun vielleicht sogar ohne Vorbereitungsturnier auf die Australian Open in Szene geht. Die Regierung will die Einreise der Spieler möglicherweise doch erst Anfang Jänner erlauben. "Wenn das passiert, dann würde es ähnlich wie vor den US Open sein", erinnerte Thiem. An seinem heutigen Ruhetag wolle er auch das Match von Jürgen Melzer beobachten, für den es im Doppelbewerb um den Aufstieg geht.

An der Seite des Franzosen Edouard Roger-Vasselin steht der 39-Jährige den noch ungeschlagenen Marcel Granollers (Esp) und Horacio Zeballos (Arg; nicht vor 18.45 Uhr) gegenüber. Nach Niederlage und Sieg muss das österreichisch-französische Duo gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen.

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