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Djokovic darf weiter vom "Golden Slam" träumen

15. Juni 2021 00:04 Uhr

Djokovic darf weiter vom "Golden Slam" träumen
Novak Djokovic vor dem Eiffelturm in Paris

PARIS. Der Weltranglisten-Erste kommt seinem großen Ziel, der erfolgreichste Spieler der Tennis-Geschichte zu werden, immer näher und näher.

Es war eine große Geste nach einem großen Spiel. Nachdem Novak Djokovic nach 4:11 Stunden den Griechen Stefanos Tsitsipas im Endspiel der French Open mit 6:7 (2), 2:6, 6:3, 6:2 und 6:4 niederrang, schenkte der Serbe nach seinem zweiten Triumph im Stade Roland Garros einem kleinen Buben im Stadion seinen Tennisschläger.

"Ich hatte ihn die ganze Zeit im Ohr. Er hat mir sogar Taktik-Tipps gegeben", sagte der Weltranglisten-Erste. "Er hat mich praktisch gecoacht", berichtete der 34-Jährige lächelnd nach seinem 19. Grand-Slam-Titel. "Ich fand das sehr süß und sehr nett. Er war der Beste, um ihm den Schläger zu geben", erklärte der Familienvater. "Ich wollte ihm meine Dankbarkeit zeigen, weil er an mich geglaubt und mich die ganze Zeit unterstützt hat." Der kleine Fan, der in der Nähe der Spielerbänke saß, konnte sein Glück nicht fassen, nachdem ihm Djokovic seinen Schläger in die Hand gedrückt hatte, und hüpfte vor Freude herum.

In Djokovic lebt auch der Traum von dem Kunststück weiter, welches Steffi Graf vor 33 Jahren schon bei den Damen schaffte: den "Golden Slam". 1988 entschied sie alle vier Grand-Slam-Turniere für sich, dazu gab es den Olympiasieg in Seoul. Das Selbstvertrauen nach dem nächsten großen Coup des 34-Jährigen ist größer denn je, so scheint es. "Alles ist möglich, und ich habe mich in eine gute Position dafür gebracht", sagte Djokovic zwei Wochen vor dem Auftakt in Wimbledon, wo er zu den Grand-Slam-Rekordturniersiegern Roger Federer und Rafael Nadal aufschließen könnte. Zum schon zweiten Mal nach 2016 gewann er die ersten beiden Majors der Saison. Das ist aus dem unfassbaren Trio weder Federer noch Nadal jemals gelungen.

Die Meisterleistung, die vier wichtigsten Turniere in einem Kalenderjahr für sich zu entscheiden, glückte bei den Herren bislang nur dem Amerikaner Donald Budge 1938 und dem Australier Rod Laver 1962 und 1969.

Die serbische Presse ist bereits jetzt aus dem Häuschen. "Niemand ist wie Novak Djokovic!", stellte "Politika" fest. "Unzerstörbar! Nach dem Sieg in Paris ist Novak auf dem Weg, der beste Spieler in der Geschichte des Tennis zu werden", schrieb der "Kurir" am gestrigen Tag. Djokovic selbst will aber in der Gegenwart bleiben. "Ich habe eine Menge Sachen erreicht, die mir eigentlich nicht zugetraut wurden. Aber ich war schon 2016 einmal in dieser Position. Und es endete dann in der dritten Runde von Wimbledon kläglich", so der Serbe.

Federer meisterte erste Hürde

Während Djokovic nun vor Wimbledon Pause macht, wärmt sich sein langjähriger Kontrahent Federer beim Rasenturnier in Halle für den nächsten Saisonhöhepunkt auf. Gestern besiegte er Ilja Iwaschka mit 7:6 und 7:5. (fei)

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