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Der skurrile Abgang eines Footballstars

Von OÖN   04. Januar 2022 00:04 Uhr

Der skurrile Abgang eines Footballstars
Antonio Brown

EAST RUTHERFORD. Antonio Brown (33) provozierte seinen Rauswurf beim NFL-Titelverteidiger

Footballspieler Antonio Brown von den Tampa Bay Buccaneers hat in der NFL den nächsten Skandal provoziert und ist danach von seinem Trainer aus dem Team geworfen worden. "Er ist nicht länger ein Buc", sagte Coach Bruce Arians nach dem 28:24-Erfolg des Titelverteidigers bei den New York Jets.

Brown war im dritten Viertel der Partie so verärgert, dass er sein Trikot auszog und das Feld verließ. Der 33-Jährige war von Arians ausgewechselt worden. Sein Mitspieler Mike Evans versuchte vergeblich, den Exzentriker aufzuhalten. Den Fans auf der Tribüne warf Brown sein Shirt und seine Handschuhe zu. Mit nacktem Oberkörper ließ er sich feiern und marschierte dann in die Kabine.

"Das ist eine schwierige Situation", sagte Buccaneers-Quarterback Tom Brady. "Jeder sollte tun, was er kann, um ihm zu helfen, wie er es gerade braucht. Wir alle lieben ihn. Er liegt uns sehr am Herzen", meinte der 44-Jährige. "Wir wollen ihn in seiner Bestform sehen, aber leider wird es nicht mehr in unserem Team sein."

Man habe viele Freundschaften, die halten werden, meinte Brady. Das Wichtigste am Football seien die Beziehungen zu Freunden und ihren Teamkollegen. "Sie gehen über das Spiel hinaus. Wir sollten jetzt alle mitfühlend und einfühlsam sein."

Brown gilt als Enfant terrible in der NFL. Zu Beginn der vergangenen Saison war er zu den Bucs gewechselt und die ersten acht Wochen von der Liga wegen eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex gesperrt gewesen, dann lief der Routinier aber zur Hochform auf und gewann mit seiner Mannschaft die Super Bowl.

Zuletzt war Brown wegen eines gefälschten Impfausweises für drei Partien gesperrt. Am Sonntag folgte der unrühmliche Abgang aus dem Stadion. Brown habe laut US-Medien einen Polizisten gefragt, ob er ihn in seinem Streifenwagen zum Flughafen fahren könne, weil er sein Geldbörsel nicht dabeihätte. Diese Bitte wurde wenig überraschend abgelehnt. Später tauchten Fotos auf, die Brown zeigen, wie er mit Sack und Pack vor der Arena auf eine Mitfahrgelegenheit wartete. In der Nacht meldete sich Brown auf seinen Social-Media-Kanälen mit den Worten "Super Gremlin. Football ist das, was wir tun, nicht wer wir sind! Liebe."

Das war nicht alles. Brown veröffentlichte auch seinen neuen Song "Pit Not The Palace". Der geriet allerdings zur Randerscheinung.

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