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"Der Hauptfokus lag gar nicht auf dieser WM"

18. Dezember 2021 00:04 Uhr

"Der Hauptfokus lag gar nicht auf dieser WM"
Die Freude herausgeschrien: Felix Auböck nach dem goldenen Anschlag.

ABU DHABI. Schwimmen: Felix Auböck erklärt, warum sein WM-Titel eigentlich nur Nebensache ist.

Der Startsprung, die Armzüge, die Wenden – sie alle hat Felix Auböck viele tausende Male eingeübt. Dennoch war für den Schwimmer nach seinem Kurzbahn-Weltmeistertitel am Donnerstag in Abu Dhabi so manches neu gewesen. Vor allem war es das G’riss danach. "Ich habe die ersten drei Stunden nur damit verbracht, Interviews zu geben und von der Siegerehrung zur Dopingkontrolle und zum Ausschwimmen zu gehen", sagte der 24-Jährige, der das 400-Meter-Freistil-Finale in der österreichischen Rekordzeit von 3:35,90 Minuten gewonnen hatte. Auch wenn er seinen bisher größten Karriereerfolg genossen hat, war alles nicht ganz spurlos an ihm vorübergegangen. Über 800 Meter Freistil verpasste der Niederösterreicher gestern als Zwölfter das Finale um eine halbe Sekunde. "Ich bin sehr müde aufgestanden, da es sehr anstrengend war. Aber eine Goldmedaille ist niemals zu schwer. Das ist etwas, wofür ich schwimme", sagte der noch immer von Endorphinen getragene Kraulspezialist.

"Auf dem Weg mitgenommen"

Auböck ist nach Markus Rogan Österreichs erst zweiter Schwimm-Weltmeister. Letzterer war nach seinem Titel 2008 bei den nachfolgenden Spielen in Peking ohne Medaillen geblieben, auch weil er den Fokus verloren hatte. Auböck weiß, was es geschlagen hat: "Es ist ganz wichtig, dass ich so schnell wie möglich wieder auf den Boden der Realität zurückkomme. Der Hauptfokus lag für mich gar nicht auf dieser Kurzbahn-WM. Wir haben gesagt, wir nehmen sie auf dem Weg mit." Die Vorbereitung habe nicht wie bei einem Saisonhöhepunkt ausgesehen. Dieser bleibe die Langbahn-WM kommenden Mai im japanischen Fukuoka, wobei das Karriereziel eine Olympia-Medaille in Paris 2024 ist. "Wenn ich 2024 erfolgreich sein möchte, wäre es gut, wenn ich schon davor mit dem gesamten Teilnehmerfeld auf der Langbahn diese Erfahrung gemacht habe."

Bucher mit Rekord ins Finale

Ein Ausrufezeichen gelang gestern Simon Bucher, der über 100 Meter Delfin in 49,70 Sekunden, der sechstschnellsten Semifinalzeit, in den heutigen Endlauf (ORF Sport Plus überträgt ab 14.50 Uhr) einzog. Der ASV-Linz-Athlet blieb als erster Österreicher unter der 50-Sekunden-Marke. "Ich habe gehofft, dass das bald einmal passiert und das hier war einfach der richtige Moment dafür", hofft der 21-Jährige nichtsdestoweniger heute auf eine weitere Steigerung. Die Traunerin Cornelia Pammer belegte über 100 Meter Freistil in 55,71 Sekunden Rang 39.

Auböck im Porträt auf Seite 4.

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