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Der "Dominator" ließ tief blicken

Österreichs Tennis-Star Thiem hat unter Tour-Coach Massu seine Trainings- und Spielfreude wiedergewonnen. Die Loslösung von Entdecker Bresnik scheint ihn zu beflügeln.

Der "Dominator" ließ tief blicken

Dominic Thiem beim Monte-Carlo-Training mit Tour-Coach Nicolas Massu Bild: (OÖN)

"Echt? Mit der? Geil." Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem staunte nicht schlecht, nachdem er erfahren hatte, dass die rot-weiß-rote Delegation die Reise zum ATP-1000-Masters nach Monte Carlo in einem exquisiten Flugzeug (Baujahr 1958) angetreten hatte. Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz gönnt sich dieses Stück Luftfahrtgeschichte – also die letzte DC-6B, die noch Passagiere befördern darf.

Thiem selbst war nie Fluggast in dieser Maschine, aber er wird es mit Sicherheit noch werden. Ohne sich anzubiedern. Das ist nicht sein Stil. Wenig verwunderlich behagt dem "Dominator" das Ambiente im Fürstentum, als Hotspot für Reich und Schön, weniger: "Dieses Schicki-Micki is jetzt nicht meins", betonte der 25-jährige Lichtenwörther, der sich gestern um 13 Uhr bei Sonnenschein und angenehmen 18 Grad auf Court 10 des mondänen "Country Club" mit Jürgen Melzer auf die kommenden Aufgaben vorbereitet hat.

"Potenzial für eine Nummer 1"

Heute geht’s für Thiem bei dem mit 5,585 Millionen Euro dotierten Event im Doppel mit Melzer gegen die beiden kanadischen Jungstars Denis Shapovalov und Felix Auger-Aliassime, die Turnierdirektor Herwig Straka übrigens für die Erste-Bank-Open in Wien (ab 21. Oktober) gewinnen konnte, los. Morgen steigt Thiem gegen Martin Klizan in die zweite Einzelrunde ein. Mit dem Ziel, sein bestes Resultat hier (ein Viertelfinale) zu toppen.

Die physischen Voraussetzungen dafür sind geschaffen: "Dominic ist zu 100 Prozent fit, ich kenne wenige Spieler, die im Training so fokussiert und motiviert sind", sagte Thiems Touring-Coach Nicolas Massu beim Meeting im Spielerhotel "Monte Carlo Bay Resort" in der Avenue Princesse Grace 40.

Eine Aussprache steht noch aus

Hier werden den Assen der Szene sämtliche Wünsche von den Augen abgelesen – und Thiem gehört zu den absolut Besten. "In ihm sehe ich das Potenzial für eine künftige Nummer eins der Welt", betonte der "feurige" Doppel-Olympiasieger Massu (39), der ins Rampenlicht rückt, weil ein Mann fehlt, der 15 Jahre an der Seite von Dominic war.

Die Rede ist von Günter Bresnik, der zwar nach wie vor Thiems Manager ist, aber eben nicht mehr sein Trainer. Und das wird auch (länger) so bleiben, obwohl ein klärendes Gespräch unter erwachsenen Männern noch aussteht.

"Es war jetzt noch nicht Zeit dafür, beide Seiten sollten erst Gras über die Sache wachsen lassen. Ich habe Günter jedenfalls extrem viel zu verdanken", erläuterte der Weltranglistenfünfte Thiem. Er ist nicht der Typ, der abrechnet, aber schon einer, der weiß, was er will.

Eines wurde in der rund 25-minütigen Interviewrunde schon deutlich: Auch ohne speziellen Anlassfall waren die Abnützungserscheinungen im "Finale" der Ära Bresnik unverkennbar. Seit zwei, drei Jahren ist es nicht mehr so, wie es vielleicht sein sollte.

Unter Massu, den Bresnik selbst für das Team Thiem ausgewählt hat, blüht der "Dominator" regelrecht auf: "Ich fühle mich seit Indian Wells (Finalsieg über Roger Federer am 17. März, Anm.) so gut wie lange nicht auf dem Platz. Viele Sachen machen mir viel mehr Spaß, als es eine Zeit lang der Fall war. Die Freude ist komplett da, ich genieße wieder die harten Trainings und Matches. Und wenn ich mich so fühle, werden diese Durchhänger seltener werden. Ich habe mich manchmal nicht so präsentiert, wie es sein sollte", ließ Thiem tief blicken.

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Artikel Alexander Zambarloukos aus Monte Carlo 16. April 2019 - 00:04 Uhr
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