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Beschert Thiem Zverev wieder schlaflose Nächte?

08. Mai 2021 00:04 Uhr

Beschert Thiem Zverev wieder schlaflose Nächte?
Thiem übertraf seine eigenen Erwartungen.

MADRID. Tennis: Erste Begegnung seit dem denkwürdigen US-Open-Finale.

Bravo, Dominic Thiem! Österreichs Tennis-Star hat sich mit einer enormen Willensleistung und Aufholjagd in das Semifinale des Masters-1000-Turniers in Madrid gekämpft. Der 27-jährige Lichtenwörther rang den aufschlagstarken und 2,08 Meter großen Amerikaner John Isner mit 3:6, 6:3 und 6:4 nieder. Heute (16 Uhr, Sky und Liveticker auf nachrichten.at) kommt es zum pikanten Duell mit Freund Alexander Zverev (D), der den topgesetzten Sandplatz-König Rafael Nadal (Esp) 6:4, 6:4 abfertigte.

Thiem ist weiter, als er nach siebenwöchiger Auszeit angenommen hatte. "Ich bin glücklich, wie es läuft. Es ist nicht selbstverständlich, hier so weit zu kommen. Ich bin sehr überrascht von mir, das ist sensationell", strahlte der Weltranglistenvierte, dem Isner im ersten Satz nicht den Funken einer Chance gelassen hatte. Zu dominant war der Routinier mit dem Service, 79 Prozent der ersten Aufschläge, mit denen der 18 von 19 Punkten holte, landeten knallhart im Feld.

So eine Quote vermag zur Resignation zu verleiten, doch Thiem kämpfte sich zurück. Der Schlüsselmoment war das Game zum 3:2 im zweiten Satz, der US-Open-Champion wehrte nicht weniger als vier Breakbälle ab, um Isner anschließend den Aufschlag zu Null abzunehmen.

"Ich habe bis zur Mitte des zweiten Satzes gebraucht, bis ich mich auf sein Spiel einstellen konnte. Isner ist einer der besten Aufschläger aller Zeiten. Er hat aber nicht nur stark serviert, sondern auch eine unglaubliche Return-Leistung geliefert", analysierte Thiem. Doch mit dem Break zum 4:2 sollte das Werkl auf Hochtouren kommen, Thiem wurde immer stärker und spielte Isner richtig müde. Darauf lässt sich aufbauen.

Erinnerungen werden wach

Madrid ist ein guter Boden für den "Dominator", der hier zum vierten Mal in der Runde der letzten vier steht. Zwei Mal erreichte Österreichs Sportler des Jahres das Endspiel in der spanischen Hauptstadt, 2017 unterlag er Nadal, 2018 Zverev.

Jener Zverev, dem Thiem heute zum ersten Mal seit dem denkwürdigen US-Open-Finale am 13. September 2020 auf dem Tenniscourt begegnen wird. Damals war der "Dominator" wie Phönix aus der Asche emporgestiegen und hatte nach 0:2-Satzrückstand und 3:5-Hypothek im alles entscheidenden fünften Durchgang triumphiert. Thiem setzte sich nach 4:02 Stunden mit 2:6, 4:6, 6:4, 6:3 und 7:6 (6) durch.

Zverev wartet nach wie vor auf den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere, diese einschneidende Niederlage hat ihm schlaflose Nächte beschert. Auf die Frage, wie oft er noch an dieses Match denke, antwortete der 24-jährige Deutsche selbst Wochen danach mit folgenden Worten: "Was denken Sie denn? So jeden Tag 20 bis 25 Mal. Nachts auch. Und in meinen Träumen auch."

"Ich bin gespannt"

Die Statistik spricht gegen Zverev, von den bisherigen zehn Duellen gingen acht an Thiem – darunter die jüngsten vier. In dieser Tonart darf es aus rot-weiß-roter Sicht weitergehen. Gewisse Zweifel bleiben aber: "Ich bin gespannt, ob ich schon spielerisch bereit bin für diesen Kapazunder. Das ist nochmals eine eigene Liga", sagte der 17-fache Turniersieger.

Für Österreichs Nummer eins bei den Damen, Barbara Haas, kam beim ITF-Turnier in Prag das Aus im Achtelfinale. Die 25-Jährige aus Weyer unterlag Anna Bondar (Hun) 4:6, 6:3, 4:6. (alex)

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