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Beach-Volleyball: "Bittere" Heim-EM für ÖVV-Teams früh zu Ende

Von nachrichten.at/apa   13. August 2021 15:05 Uhr

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Robin Seidl/Philipp Waller

WIEN. Die Heim-EM in Wien ist für Österreichs Beach-Volleyballer unerfreulich früh beendet.

Als letztes ÖVV-Team mussten sich am Freitag in der Zwischenrunde Robin Seidl/Philipp Waller geschlagen geben. Sie unterlagen in einer Mittagshitzeschlacht den Deutschen Nils Ehlers/Lukas Pfretzschner 1:2 (23,-21,-11). Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig waren zuvor im Achtelfinale ebenfalls an einem deutschen Duo gescheitert.

Die anderen sieben ÖVV-Teams waren bereits vorzeitig gescheitert. Allen voran Clemens Doppler/Alexander Horst, die erfolgsverwöhnten Routiniers mussten bei ihrem gemeinsamen Abschiedsturnier nach zwei Niederlagen am Donnerstag als Gruppenletzte die Segel streichen. Damit endete das Heimturnier nicht nur für die Vizeweltmeister von 2017 enttäuschend, die restlichen zwei Tage ist das Stadion am Heumarkt mit rund 2.500 Fans dennoch ausverkauft. "Für das Turnier ist es echt schade, dass kein österreichisches Team mehr dabei ist. Das ist schon sehr, sehr bitter", meinte Seidl. Bei den Olympischen Spielen war Österreich erst gar nicht vertreten gewesen.

Bei der EM zogen Seidl/Waller in der nahezu vollen Arena nach Satzführung und hartem Kampf noch den Kürzeren. "Es ist schade, dass wir die Form, die wir aufgebaut haben, nicht halten haben können. Leider sind wir ab Mitte zweiter Satz ein bisschen eingebrochen, das war schade. So verliert man es halt knapp", bedauerte Seidl und meinte, dass der Spielverlauf zermürbend gewesen sei. Waller war auf sich selber angefressen, wie er sagte. "Es tut weh, so zu verlieren. Ich habe gedacht, wir drehen den zweiten Satz noch, so ist das Momentum umgesprungen, sie haben dann mit mehr Power gespielt."

Schützenhöfer/Plesiutschnig unterlagen Chantal Laboureur/Cinja Tillmann glatt 0:2 (-15,-17). Das Duo zeigte sich geknickt, bilanzierte insgesamt aber positiv, schließlich sei man wie bei der EM 2019 in den Top Ten gelandet. "So enttäuschend das jetzt ist, können wir trotzdem stolz sein. Wir gehören wieder zu den besten Teams in Europa", sagte Schützenhöfer zur APA - Austria Presse Agentur. Mit 27 Jahren sei man im besten Alter, die Entwicklungsrichtung im Hinblick auf die angepeilte Olympiateilnahme 2024 stimme. "In den nächsten Jahren kann man noch viel von uns hören. Wir haben einen großen Schritt gemacht. Das ist das Wichtigste, dass wir sehen, dass etwas weitergeht". In der heurigen Saison steht nur noch die Staatsmeisterschaft und ein Einladungsturnier in Utrecht auf dem Programm.

Gegen Laboureur/Tillmann sei man im bereits am Vormittag gut gefüllten Stadion am starken Service der Deutschen gescheitert. "Wir haben bis zum letzten Ball tausend Prozent gegeben und gekämpft. Im Endeffekt haben sie uns mit dem Service so unter Druck gesetzt, dass alles, was wir heute gegeben haben, nicht gereicht hat. Wir haben wirklich alles probiert, dementsprechend können wir uns nichts vorwerfen", meinte Plesiutschnig.

Auch ihre Partnerin verwies auf den druckvollen Aufschlag der Gegnerinnen. "Das hat den Unterschied gemacht. Die eine oder andere Sache kann man natürlich besser machen, sonst hätten wir ja nicht verloren, aber sie haben uns einfach mit dem Service stark unter Druck gesetzt." Man habe bei zwei sehr knappen Out-Bällen, die mittels Videochallenge entschieden wurden, auch nicht das nötige Glück gehabt. Außerdem beeinflusse die im eng gebauten Stadion fehlende Thermik die Flugbahn beim Aufschlag ungewohnt, merkte Schützenhöfer wie schon andere zuvor an.

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