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Barbara Haas nimmt die French Open 2022 ins Visier

Von Alexander Zambarloukos  23. Dezember 2021 00:09 Uhr

Barbara Haas und Jürgen Waber

LINZ. Tennis: Nach einer Operation arbeitet die 25-Jährige mit "Trainer-Rückkehrer" Waber am Comeback.

"Ich bin schmerzfrei und voll motiviert", sagt Österreichs Nummer 1 im Damen-Tennis, Barbara Haas, die einen ähnlich steinigen Weg zurück wie Dominic Thiem zu beschreiten hat. Spätestens bei den French Open in Paris (16. Mai bis 5. Juni 2022) will die Polizeischülerin aus Weyer wieder auf der großen Bühne auftauchen. Dafür quält sie sich bis zu sieben Stunden täglich.

Ende September musste sich die 25-Jährige einer Arthroskopie am rechten Schlagarm in der Privatklinik Döbling unterziehen, seit rund drei Wochen steht Haas, die am 25. August in der Quali der US Open gegen Landsfrau Julia Grabher ihr bis dato letztes Match auf der WTA-Tour bestritten hat (2:6, 5:7), wieder auf dem Tennisplatz.

Zunächst tastete sich Haas mit Softbällen heran, seit 14. Dezember schlägt sie wieder auf die harten "Filzkugeln" – und das mit großem Elan und einem alten Bekannten an ihrer Seite. Langzeitcoach Jürgen Waber, der heuer seinen Fünfziger feierte, und Haas bilden nach rund zehnmonatiger Funkstille wieder ein Gespann.

Nach dem frustrierenden Auftritt beim Upper Austria Ladies Linz im November 2020 (mit einer 0:6, 0:6-Niederlage gegen Veronika Kudermetova/Rus) trennten sich die Wege der beiden nach mehr als sieben Jahren. Haas suchte eine neue Herausforderung und fand sie im jetzigen ÖTV-Sportdirektor und ehemaligen Weltranglistenachten Jürgen Melzer. Vorübergehend.

Die zweite Chance

Das Zusammenspiel funktionierte nicht nach Wunsch, Haas kontaktierte Waber im September per SMS, bei einem Treffen wurde das "Revival" besiegelt.

"Ein paar Tage, bevor sie sich gemeldet hat, hab ich zu einem Freund gesagt, dass es mir unheimlich leid tut, dass ich das, was ich bei Babsi anders machen hätte sollen, nicht mehr gutmachen kann", erzählt Waber: "Jetzt weiß ich, die Geschichte ist noch nicht beendet."

Haas stand mit 20 im Hauptbewerb der US Open und war Nummer 140 der Welt. "Sie wurde daraufhin mit anderen Maßstäben gemessen und mit anderen verglichen. Sie hat sich unter Druck gesetzt, ich habe das auch getan. Heute weiß ich, dass man in diesem harten Geschäft eine gewisse Gelassenheit benötigt", berichtet Waber. Entsprechend ist die Herangehensweise – step by step, ohne exorbitante Erwartungshaltung, aber mit einem Schuss Leichtigkeit.

Haas hat ein sogenanntes "Protected Ranking" erwirkt, also einen offiziellen Verletztenstatus, der ihre Weltranglistenposition – derzeit wird sie als Nummer 182 geführt – einfriert. Damit darf sie bei acht WTA-Turnieren und bei zwei Grand-Slam-Events mit einem "Schutz-Bonus" antreten. Danach ist die Schonzeit vorbei.

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Alexander Zambarloukos

Redakteur Sport

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