Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 15. Februar 2019, 19:57 Uhr

Linz: 3°C Ort wählen »
 
Freitag, 15. Februar 2019, 19:57 Uhr mehr Wetter »
Sport  > Mehr Sport

Sprechchöre für Muster nach einer glänzenden Niederlage

„Thomas! Thomas! Thomas!“ 8700 Fans in der Wiener Stadthalle tobten, als ihr Idol Thomas Muster gestern im zweiten Satz Andreas Haider-Maurer bis ins Tie-Break hetzte. Österreichs erfolgreichster Tennisspieler verlor das denkwürdige Spiel 2:6, 6:7.

Sprechchöre für Muster nach einer glänzenden Niederlage

Thomas Muster brachte die Stadthalle zum Beben. Bild: HERBERT PFARRHOF

„Hochachtung, Thomas! Die ewige Nummer eins“, stand auf einem Plakat – und als der 43-jährige Muster gestern um 17.27 Uhr zu seinem Erstrundenspiel der BA-Trophy die Wiener Stadthalle betrat, brannte tosender Applaus auf. Der Steirer, der nach elfjähriger Auszeit vor fünf Monaten in das Profi-Tennis-Geschäft zurückkehrte und in Wien sein Comeback auf der ATP-Tour feierte, fasziniert nach wie vor die heimischen Fans. Das änderte sich auch nicht, als der ehemalige Weltranglisten-Erste im ersten Satz keine Chance gegen den um zehn Jahre jüngeren Haider-Maurer hatte: „Die ersten drei, vier Games sind wie im Film abgelaufen. Im habe erst im zweiten Satz zum Tennis spielen begonnen“, sagte Muster. Und wie! Er rannte um jeden Ball und spielte richtig gut. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich in den dritten Satz gekommen wäre“, sagte Muster, sichtlich beeindruckt von der Unterstützung der Fans: „Das ist das schönste Honorar für die ganze Mühe.“ Und: „Es war ein besonderer Tag, nicht nur wegen dem Nationalfeiertag. Hierher zurückzukehren, ist unglaublich“, sagte er nach der Niederlage, die durchaus glänzend ausfiel.

Der French-Open-Sieger von 1995 hat aber noch lange nicht genug: „Ich bin noch jung und habe noch zwei gute Jahre vor mir.“ Muster will nächstes Jahr 20 bis 25 Wochen auf Tour sein: „Mit 45 Jahren soll ich aber wieder zu Hause sein, hat meine Frau zu mir gesagt.“ Das heißt: Muster wird auch im nächsten Jahr in der Stadthalle zu sehen sein: „Dann spiele ich hoffentlich vom ersten Punkt an richtig gut.“

Und was sagte sein Gegner Haider-Maurer, der Muster einst als Vorbild hatte? „Das war das schwierigste Spiel in meinem Leben. Thomas ist definitiv auf dem Weg zurück.“

Kommentare anzeigen »
Artikel Von Roland Vielhaber aus Wien 27. Oktober 2010 - 00:04 Uhr
Mehr Mehr Sport

Südafrikas Regierung stellt sich hinter sexuellen Streitfall

JOHANNESBURG. Südafrika hat eine neue Kampagne zur Unterstützung von 800-Meter-Olympiasiegerin Caster ...

Olympia 2020: Eröffnungszeremonien verschlingen mehr als 100 Millionen Euro

TOKIO. Die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien bei den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio ...

Olympia-Minister entschuldigt sich bei krebskrankem Schwimm-Star

TOKIO. Japans Olympia-Minister Yoshitaka Sakurada hat wegen umstrittener Äußerungen über die an Leukämie ...

Alaba über Hirscher: „Er hört nicht auf, Hunger zu haben“ 

Der FC-Bayern-München-Star traut Marcel Hirscher bei der Ski-WM alles zu.

„Ich habe mich überhaupt nicht mehr gespürt“

Stefan Kraft spricht vor der nordischen WM über die schwierigste Zeit seiner Karriere.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS