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Felix Baumgartner vor Stratos-Sprung: „Ich bin so aufgeregt und heiß drauf“

04. Oktober 2012 00:04 Uhr

Felix Baumgartner

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Bild 1/14 Bildergalerie: Stratos: Baumgartners 2. Testsprung

SALZBURG/ROSWELL. Felix Baumgartner wird kommenden Montag aus 36.576 Meter Höhe über der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico abspringen. nachrichten.at berichtet live!

In 36.576 Meter Höhe beträgt die Außentemperatur minus 70 Grad. Es herrscht so geringer Druck, dass das Blut ohne den Schutz eines Druckanzugs zu kochen begänne. Und dennoch will der Salzburger Felix Baumgartner kommenden Montag in dieser Höhe über der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico abspringen – vorausgesetzt, die Wetterbedingungen passen. Kurz vor seinem Stratosphären-Sprung scharrt der Extremsportler in den Startlöchern. „Montag früh um 3.00 Uhr. (...) Ich bin so aufgeregt und heiß drauf! Hoffen wir, dass der Wettergott milde gestimmt ist, tun wir es! Haltet mir die Daumen“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite.

Vierfache Rekordjagd

Seit fünf Jahren bereitet sich der 43-Jährige auf die Mission „Red Bull Stratos“ vor. Dabei sollen vier bestehende Rekorde gebrochen werden: der höchste bemannte Ballonflug sowie der höchste Fallschirmsprung. Baumgartner soll zudem als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Weiters will er den längsten freien Fall – ungefähr fünfeinhalb Minuten – absolvieren. Den bisherigen Rekord hält seit 52 Jahren Baumgartners Mentor, der Amerikaner Joe Kittinger, der aus einer Höhe von 31.332 Metern gesprungen ist.

Am Anfang machten Baumgartner der Raumanzug und die damit verbundene Unbeweglichkeit zu schaffen. „So ein Anzug ist extrem behindernd“, weiß „Austronaut“ Franz Viehböck, der das Anzug-Tragen vor seiner Mission 1991 lange geübt hat. Dass Baumgartner darin klaustrophobische Zustände bekam, sei für Viehböck „nachvollziehbar“. Überhaupt zollt er Baumgartner Respekt. „Dazu gehört wahnsinniger Mut. Ich würde mich das nicht trauen. Es ist ein Unterfangen, das mit hohem Risiko behaftet ist“, meint Viehböck. „Aber es hat den Anschein, als ob Felix und sein Team das Projekt sehr professionell angegangen und geplant haben.“

Unterschiedliche Bedingungen

In Bezug auf die Weltraumfahrt schätzt Viehböck den Nutzen des Sprungs eher gering ein. Das Team unterstreicht stets den wissenschaftlichen Vorteil des Vorhabens, das Erkenntnisse für Raumfahrer und Raumfahrttouristen bei möglichen Raumkapsel-Notausstiegen liefern soll. Jedoch seien der Stratosphären-Sprung von Baumgartner und die Art, wie eine Raumfahrtkapsel auf der Erde landet, nicht vergleichbar. „Man taucht als Kosmonaut mit der Kapsel in die Atmosphäre mit einer sehr hohen Geschwindigkeit von 28.000 km/h ein.“ Durch das Abbremsen kommt es zu einer enormen Hitze und Belastung. Baumgartner wird aus 36 Kilometern aus einer Kapsel abspringen und von null auf über 800 km/h kommen. „Das hat nicht wirklich etwas miteinander zu tun.“ Viehböck hält Baumgartner die Daumen: „Ich wünsche ihm viel Glück und dass er heil und gesund wieder runterkommt!“

 

HINWEIS: Den Sprung im Live-Stream und einen Einen Liveticker lesen Sie auf nachrichten.at!

Mehr Informationen auf www.redbullstratos.com

 

Grafik: Stratosphäresprung

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