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Federers bitterer Wimbledon-Abgang

LONDON. Titelverteidiger Roger Federer ist am Mittwoch im Viertelfinale des Tennis-Grand-Slams von Wimbledon gegen den Südafrikaner Kevin Anderson ausgeschieden.

Roger Federer  Bild: (REUTERS)

War das schon seine Abschiedsvorstellung in Wimbledon? Roger Federer schlich sichtlich geknickt vom Court 1, wo sein Traum vom neunten Triumph beim Rasen-Grand-Slam-Klassiker unverhofft geplatzt war. Der 36-jährige Schweizer gab im Viertelfinale eine 2:0-Satzführung samt Matchball im dritten Durchgang aus der Hand. Wohlgemerkt gegen den starken südafrikanischen Aufschläger Kevin Anderson, der nach 4:13 Stunden mit 2:6, 6:7 (5), 7:5, 6:4 und 13:11 triumphierte. 28 Asse inklusive.

Er wird sich immer erinnern

Es kommt nicht alle Tage vor, dass der „Fed-Express“ dermaßen entgleist. Drei empfindliche Fünf-Satz-Niederlagen nach 2:0-Führung sind hängen geblieben. 2011 war „König Roger“ – ebenfalls im Wimbledon-Viertelfinale – Jo-Wilfried Tsonga (Fra) 6:3, 7:6 (3), 4:6, 4:6, 4:6 unterlegen, kurz darauf musste sich Federer bei den US Open 2011 im Semifinale Novak Djokovic (Srb) 7:6, 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 beugen. 2003 hatte der Eidgenosse im Daviscup-Halbfinale in Melbourne gegen den Australier Lleyton Hewitt mit 7:5, 6:3, 6:7, 5:7, 1:6 das Nachsehen gehabt.

Diesmal war Anderson an der Reihe – und das mit ziemlich breiter Brust: „Ich habe mir immer wieder vorgesagt, dass heute mein Tag ist. Diese Erinnerung wird mir für immer bleiben“, betonte der 32-jährige Weltranglisten-Achte, der 2017 bei den US Open bis ins Finale vorgestoßen war.

Ein Rekord ohne Wert

Für Federer ging indes eine stolze Serie in Wimbledon zu Ende. 34 Sätze in Folge hatte er im Londoner Stadtteil für sich entschieden und damit auf dem „heiligen Rasen“ seinen eigenen Rekord (2005/06) egalisiert, dann drehte sich das Blatt extrem, weil der Eidgenosse einige Chancen ungenützt ließ – nicht nur den Matchball beim Stand von 5:4 im dritten Set, sondern auch einen Breakball bei 4:5 im vierten und einen weiteren bei 4:3 im fünften.

„Natürlich bin ich enttäuscht. Wer wäre das nicht nach so einem Spiel?“, sagte Federer, der in Wimbledon nach 85 gewonnenen Service-Games in Folge seinen Aufschlag zum 5:6 im dritten Durchgang abgegeben hatte. Die Bestmarke von Pete Sampras (118) blieb damit unangetastet. Novak Djokovic (Srb) ist das egal. Er steht nach einem Vier-Satz-Sieg über Kei Nishikori (Jpn) im Halbfinale. (alex)

 

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Artikel nachrichten.at/apa 11. Juli 2018 - 19:18 Uhr
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