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Die NADA lässt die Wogen noch einmal hochgehen

LINZ. Im Ruder-Lager gehen die Wogen hoch. Mit Wolfgang Sigl und Raphael Hartl wurden im Vorjahr zwei ehemalige oberösterreichische Ruderer von der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA von möglichen Doping-Vergehen freigesprochen. Gestern wurde dieses Urteil widerrufen.

Die NADA lässt die Wogen noch einmal hochgehen

Zurückgerudert: Sigl (hi.) und Hartl (3. v. li.) freigesprochen, nun gesperrt. Bild: Stringer

In Portugal und Italien bereiten sich Österreichs Ruderer momentan intensiv auf die kommende Saison vor. Nach einigen Jahren der Ebbe zeigt die Leistungskurve des jungen Teams wieder nach oben. Auch die nationale Anti-Doping-Agentur NADA ist eifrig am Werk. Doch es sind keine neuen Fälle, die aufgetaucht sind. Altlasten sind es, die die Leute der NADA nicht ruhig schlafen ließen. Gestern wurde öffentlich, dass das fünfköpfige Gremium der neu eingesetzten Unabhängigen Schiedskommission (USK) gegen die früheren OÖ-Ruderer Wolfgang Sigl (ein Jahr) und Raphael Hartl (zwei Jahre) sowie deren Betreuer Martin Kessler (vier Jahre) eine Sperre ausgesprochen hat.

Dabei war das Trio am 29. September des Vorjahres noch von der Rechtskommission freigesprochen worden. Die NADA beantragte daraufhin die Überprüfung dieser Entscheidung bei der USK, die dieses Urteil nun revidierte. Der Beginn der Sperren wurde aber mit 1. März 2006 festgesetzt, womit diese bereits abgelaufen sind. Weshalb etwa Sigl weiter seinen Beruf als Wiener Stützpunkttrainer ausüben kann. Für Ruderpräsident Horst Nussbaumer, seit dem Vorjahr im Amt, wäre eine Absetzung des früheren Weltmeisters ein Schlag ins Wasser gewesen. "Sigl leistet hervorragende Arbeit."

Die Ruderer waren 2008 nach Aufkommen der Humanplasma-Affäre ebenfalls in Verdacht geraten, wie 30 andere Spitzensportler Kunden der Blutbank gewesen zu sein. Der frühere Erfolgstrainer Kessler (1997 bis 2005) gab später zu, Blutabnahmen in Wien vorgenommen zu haben. Doch: "Im Trainerteam haben wir damals nachgedacht, wie wir die Leistung unserer Athleten verbessern können. Wir lassen Blut abnehmen, der Körper bildet daraufhin frisches, sauerstoffreicheres, was zu einer Leistungssteigerung führt. Das hatte nichts mit Doping zu tun, sondern war ein legaler Weg. Wir wollten damit ein Höhentraining simulieren", sagte der Vorarlberger. Weil aber das Experiment keinen Erfolg gebracht hätte, sei der Kontakt mit der Blutbank abgebrochen worden. Humanplasma-Mitarbeiter dagegen sagten aus, Kessler sei wie Langlauf-Trainer Walter Mayer und Ex-Sportmanager Stefan Matschiner über längere Zeit zu Blutdopingzwecken in den Firmenräumlichkeiten gewesen.

Sigl, Hartl und Kessler können gegen ihre Sperren (das Urteil ist noch nicht rechtskräftig) nun beim Internationalen Sportgerichtshof CAS berufen. Vorrangig eine Geldfrage. Und ob sich dadurch die Wogen glätten, ist fraglich.

Pumper-Sperre bestätigt

Das USK bestätigte gestern übrigens auch die achtjährige Sperre gegen Doping-Wiederholungstäterin Susanne Pumper. Prekär: Die ehemalige Langstreckenläuferin ist seit 2012 Vereinspräsidentin von Leichtathletik-Verein LCC Wien. Zahlreiche Eltern zogen damals bereits ihre Kinder ab, etliche Hobbyläufer taten dies ebenfalls.

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Artikel 07. Februar 2014 - 00:04 Uhr
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