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Der „Super Sprecher“ spricht nicht mehr

Der legendäre Radio-Reporter Manfred Payrhuber ist am Dienstag im Alter von 77 Jahren verstorben.

Manfred Payrhuber ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Bild: Petuely Franz:H10566 (OON)

„Tooor für den LASK!“ Das war wohl der Lieblingstext von Manfred Payrhuber, den immer noch tausende Radio-Hörer und Stadion-Besucher im Ohr haben. Genauso präsent ist der klassische Dialog nach einem Torjubel zwischen Stadion-Sprecher und Fußball-Fans: „Danke“, „Bitte!“, „Super Linzer“, „Super Sprecher!“. Und ein Super-Sprecher war Manfred Payrhuber wirklich. Am Dienstag ist der legendäre Radio-Reporter im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit verstorben.

Markenzeichen des Vollblut-Journalisten, der 40 Jahre lang für den ORF im Einsatz war und dabei 29 Jahre lang als Sportchef des Landesstudio Oberösterreichs wirkte, war seine unverwechselbare, sonore Stimme.  Von zwölf Olympischen Spielen berichtete er live, sieben Fußball-Weltmeisterschaften vertonte er mit seinen Reportagen. In Argentinien hätte Payrhuber 1978 als  Kommentator vom Spiel Österreich gegen Deutschland berichten sollen. Nach der 1:5-Niederlage der Österreicher gegen die Niederlande wollte er eine weitere Schlappe nicht mehr miterleben und überredete Edi Finger nach Cordoba zu fliegen. Der Rest ist „I-wird-narrisch“-Radion-Geschichte. Payrhuber erzählte diese Episode gerne und immer mit einem Augenzwinkern.  Er hat sich dabei nicht über eine verpasste Chance geärgert, sondern sich eher über sich selbst lustig gemacht. Zu einer Legende ist er auf seinem langen Berufsweg  auch ohne Cordoba-Kapitel  geworden.

Jungen Kollegen war der LASK-Fan und Attersee-Liebhaber stets ein hilfreicher Ratgeber. Er machte das nie von oben herab, der allseits geschätzte Sportchef kommunizierte auf Augenhöhe. Seine männlichen Gesprächspartner sprach er gerne mit „fescher Bursch`“ an. Auch das haben viele noch im Ohr.

Manfred Payrhuber hinterlässt seine Frau Gabriella und drei erwachsene Töchter.

Video: Ein Nachruf auf Manfred Payrhuber

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Artikel Christoph Zöpfl 07. Februar 2018 - 09:23 Uhr
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