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 Wegen Corona-Welle droht Absagenflut: "Wird wieder schwer, etwas zu machen"

16. November 2021 07:50 Uhr

 Wegen Corona-Welle droht Absagenflut: "Wird wieder schwer, etwas zu machen"
Silvesterläufe wie in Peuerbach stehen nun erneut an der Kippe.

Heimische Sportveranstalter zittern nach neuem Maßnahmenpaket um anstehende Events.

Eine Sitzung jagt derzeit die nächste. Nicht nur Österreichs Politiker sind längst wieder im Krisenmodus, auch die heimische Sportgemeinschaft ist ob der angespannten Corona-Lage im Land erneut im Alarmzustand.

Das WTA-Tennisturnier in der Linzer Tips-Arena ging vorige Woche noch mit bereits erhöhten Sicherheitsauflagen und einer 2G-Regel über die Bühne, die letzte Runde im Fußball-Unterhaus fiel dagegen bereits ins Wasser. Die kommenden Monate dürften nun noch mehr zur Zitterpartie für heimische Sportveranstalter werden.

Der prekären Lage ist man sich bewusst. "Es wird wieder schwer, was zu machen", sagt etwa Walter Ameshofer, der am 19. Dezember das internationale Rad-Querfeldeinrennen im Pferdezentrum Stadl-Paura ausrichten wollte. Heute soll in einer Besprechung die Entscheidung fallen, wie es weitergeht. "Es ist klar, dass mir an allen Ecken und Enden die Leute fehlen werden. Einerseits Zuschauer, die ausbleiben. Dann Helfer, die als Ungeimpfte nicht mitarbeiten dürfen. Und auch viele Fahrer werden sich das alles nicht antun", sagt Ameshofer, der zuletzt sogar beim Weltcup in Tabor Werbung für sein Rennen machte und mit Topleuten wie dem Paris-Roubaix-Zehnten Heinrich Haussler (Aus) in Verhandlung stand.

Andernorts herrscht noch etwas mehr Zuversicht. Etwa bei Hubert Lang, dem Macher des traditionellen Peuerbacher Silvesterlaufes, an dem neben Hunderten Hobbysportlern auch alljährlich ausländische Spitzenleute teilnehmen. "Von den Sponsoren und der Politik habe ich die letzten Tage Rückendeckung bekommen", sagt Oberösterreichs früherer Leichtathletik-Präsident. Bis 25. November wolle er eine Entscheidung treffen. "Eine Absage tut weh, aber die Gesundheit aller steht im Vordergrund", sagt Lang.

Wie schwierig die Situation wird, zeigte schon das Gewichtheber-Bundesliga-Finale der Frauen in Stockerau am vergangenen Wochenende. So nahmen an der Finalrunde nur zwei statt acht Teams teil. Für den Start waren die 2G-Regel plus negativer Corona-Test Voraussetzung. Weshalb etwa der Favorit, das Team Niederösterreich mit Olympiateilnehmerin Sarah Fischer, die Nennung zurückzog.

Die noch größere Crux: viele Sportvereine sehen den Trainingsbetrieb in den kommenden Wochen schwer gefährdet. Die 2G-Regel ist für Kinder ab zwölf Jahren schlagend. "Dann werden viele nicht mehr kommen", sagte ein Landesverbandstrainer den OÖN.

Gottwald warf das Handtuch

Der frühere Nordische Kombinierer Felix Gottwald hat gestern neun Monate nach seiner Bestellung in einem offenen Brief an Sportminister Werner Kogler den Rücktritt als Vorsitzender der Breitensportkommission der Bundes-Sport GmbH bekanntgegeben. Er habe jegliches Vertrauen in die Politik verloren. "Spaltung, Hetze, Diskriminierung – das sind die Regierungsgebote der Stunde", schrieb der Olympiasieger.

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