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33. Sieg – Cavendish im Windschatten von Merckx

07. Juli 2021 00:04 Uhr

33. Sieg – Cavendish im Windschatten von Merckx
Mark Cavendish siegt und siegt.

VALENCE. Der wiederauferstandene Sprinter gewann das zehnte Tour-Teilstück, heute wartet der Mont Ventoux.

Dem Briten Mark Cavendish fehlt nur noch ein Erfolg auf den Etappensieg-Rekord von Eddy Merckx bei der Tour de France. Der Ex-Weltmeister sprintete gestern in Valence zu seinem heuer bereits dritten Erfolg bei der Frankreich-Rundfahrt. Der 36-Jährige aus dem Deceuninck-Team, der von vielen bereits abgeschrieben wurde, setzte sich vor den Belgiern Wout van Aert (Jumbo) und Jasper Philipsen (Alpecin) durch und feierte seinen 33. Tour-Tagessieg.

Cavendish war erst in letzter Minute in das Tour-Aufgebot seines neuen Teams gerutscht. Drei Jahre nach seiner letzten Teilnahme erweist sich der in den vergangenen Saisonen von Problemen geplagte Weltmeister von 2011 nun aber unerwartet als schnellster Mann im Feld. Einige seiner Sprintkonkurrenten sind in den vergangenen Tagen in den Bergen aufgrund von Zeitlimit-Überschreitungen ausgeschieden, auch deshalb könnte Cavendish in den nächsten elf Tagen den Merckx-Rekord noch brechen.

Heute aber einmal auf keinen Fall. Gleich zweimal müssen die Radprofis auf der elften Etappe der Tour heute den Mont Ventoux bezwingen. Auf der zweiten Hälfte des 198-km-Abschnitts muss der 1910 m hohe Bergriese der Provence von beiden Seiten befahren werden, insgesamt 37 Kilometer bergauf warten.

Nach fünf Jahren wird der markante Berg damit wieder von den Rad-Profis im Rahmen der weltgrößten Rundfahrt befahren. Dabei wird auch eine völlig neue Anfahrt über Sault genutzt und dann von der wohl schwersten der drei Seiten, von Bedoin aus. Danach geht es in rasanter Abfahrt runter nach in Malaucene.

"Ich habe diesen Anstieg natürlich auch vor der Tour besichtigt. Ich hätte mir persönlich aber lieber eine Bergankunft dort gewünscht", sagt der Gesamtführende und Topfavorit Tadej Pogacar.

Bald Eintritt für Bergetappen?

Die zahlreichen Fans – bei Tour-Bergetappen können es bis zu insgesamt 500.000 sein – nimmt Bora-Teammanager Denk als Anlass für seine Überlegungen, den immer wieder von Finanzproblemen geplagten Rennställen eine Einnahmequelle zu verschaffen. "Vielleicht sollte man bei Etappen wie der am Mont Ventoux Eintritt verlangen", sagte der Bayer nun. Selbst bei einem Beitrag von zwei oder drei Euro käme eine schöne Summe zusammen.

Die Teams bieten beim weltweit wichtigsten Radrennen die große Show für das Fernsehen, die TV-Gelder gehen aber an die Rennorganisatoren oder den Weltverband. Die Mannschaften müssen ihr Budget nahezu komplett durch Sponsoren abdecken. "Die Teams kämpfen alle. Wir finanzieren uns zu 95 Prozent aus Sponsoreneinnahmen. Beim FC Bayern sind es 25 Prozent", sagte Denk. Eintrittsgelder für Bergetappen könnten zwischen Organisatoren und Teams aufgeteilt werden.

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