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Linz Marathon

Mit dem Pacemaker läuft es sich in Linz gleich leichter

Von Dominik Feischl  23. September 2022 00:04 Uhr

Mit dem Pacemaker läuft es sich in Linz gleich leichter
Erst bei der Ironman-WM der Triathleten auf Hawaii, dann einmal mehr beim Linz-Marathon unterwegs

LINZ. Marathon-Schrittmacher wie Harald Schrenk sind gefragte Leute

Erst steht für ihn Anfang Oktober mit dem legendären Ironman auf Hawaii ein absoluter Triathlon-Klassiker an, für den man sich mit ansprechenden Leistungen erst einmal qualifizieren muss. Nur zwei Wochen später ist dann auch die Jubiläumsauflage des Linz-Marathons fix eingeplant. Harald Schrenk beweist diesen Herbst wieder seine bemerkenswerte Ausdauer. Der gebürtige Linzer nimmt sich dabei aber bei seinem Heimspiel zurück, um für andere der Schrittmacher zu sein. Schrenk ist heuer bereits zum elften Mal als Pacemaker dabei, er leitet die Gruppe mit dem Ziel von drei Stunden gekonnt auf den Hauptplatz.

Wenn ihm dort dann die Mitläufer um den Hals fallen vor Freude über die erreichte Zeit, war die Maßarbeit über die 42,195 Kilometer ein voller Erfolg. "Für viele ist es das sportliche Lebensziel, einen Marathon unter drei Stunden zu beenden. Man freut sich natürlich mit, wenn das dann auch wirklich gelingt", sagt Schrenk.

Die Arbeit des Tempomachers erfordert hohe Genauigkeit. "Ich muss einen Schnitt von 4:15 Minuten auf den Kilometer laufen, zwei Sekunden auf oder ab sind noch drinnen, aber der Schlüssel zum Erfolg ist die Gleichmäßigkeit", sagt Schrenk, Jahrgang 1965.

Mit dem Pacemaker läuft es sich in Linz gleich leichter
Pacemaker-Koordinatorin Kitzmüller mit Schrenk

Die innere Uhr gibt den Takt vor

Er, ein absoluter Meister seines Fachs, braucht dafür gar keine modernen Helferlein. "Ich habe es im Gefühl, wie schnell wir unterwegs sind. Ich habe es auch schon mit den modernen GPS-Uhren versucht, die dir die Pace anzeigen, aber das permanente Schauen macht nur nervös. Am besten lief es immer, wenn ich meiner inneren Uhr vertraute, die vom vielen Training geschult ist", sagt Schrenk, der nach Jahren im Eishockey in den Anfängen der Triathlon-Zeit mit dem Ausdauersport erstmals in Berührung kam. "Seither hat mich das Ganze nicht mehr losgelassen", sagt der Geschäftsführer einer Software-Firma. Vor allem in Linz ist er jedes Jahr mit besonderer Begeisterung dabei. "Das Ganze geht schon in der Vorbereitung mit den regelmäßigen Lauftreffs an. Es ist wie eine Marathon-Familie, man hält zusammen."

Tempomacher für jede Zeit

Von 3 bis 4:45 Stunden gibt es beim Marathon in Linz alle 15 Minuten abgestuft einen Pacer, der die jeweilige Gruppe mit dem optimalen Tempo anführt. "Sie sind leicht erkennbar mit grell-gelbem Shirt von Erima und einer Fahne am Rücken", sagt Julia Kitzmüller, eine der guten Seelen im Marathon-Büro und Koordinatorin der Pacemaker.

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Dominik Feischl

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