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Linz Marathon

Der Chef wird zum Bechersammler

Von Reinhold Pühringer  23. Januar 2020 00:04 Uhr

Der Chef wird zum Bechersammler
Marathonrennen produzieren für gewöhnlich ganze Müllberge aus Plastikbechern – in Linz soll das nun anders werden.

LINZ. Linz-Marathon: Organisatoren wollen die rund 220.000 Trinkbecher heuer allesamt recyceln. Rudolf Wölfer, Leiter der Forschung bei Borealis, packt selbst mit an

Der Oberbank Linz Donau Marathon wird bei seiner diesjährigen Auflage am 5. April ein Stück weit grüner. In Sachen Müllvermeidung gehen die Veranstalter neue Wege. Die rund 220.000 Kunststoffbecher, die am Marathon-Wochenende verwendet werden, sollen nicht mehr weggeworfen oder verbrannt, sondern wiederverwertet werden. Möglich machen soll das das Teamwork der beiden Marathonsponsoren Borealis und Erema.

"Gebrauchte Becher werden bei uns zu einem Granulat verarbeitet, welches wieder verarbeitet werden kann", erklärt Manfred Hackl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Erema in Ansfelden. Um die Becher einzusammeln, werden insbesondere nach den Labestationen eigene Fangnetze aufgestellt, in welche die Behältnisse geworfen werden.

Weil mutmaßlich nicht alle Becher auch tatsächlich den Weg in die Fangnetze finden werden, rückt Borealis mit einer Schar an Helfern an. Unter ihnen ist mit Rudolf Wölfer der Leiter der Innovationszentrale von Borealis.

Normalerweise ist er sportlicher Stammgast bei Oberösterreichs größtem Laufevent, diesmal hat er sich für den Kampf gegen den Müllberg entschieden. "Weil es nicht nur wichtig ist, über ein Problem zu reden, sondern etwas zu tun", begründete Wölfer. Die Recyclingtechnologie gebe es bereits seit etwa 30 Jahren, gefehlt habe bisher die notwendige Bereitschaft, diese einzusetzen.

OÖN-TV Linz-Marathon wird umweltfreundlicher

Ob Auto, Papier oder jetzt auch Getränke. Die Organisatoren des Linz-Donau Marathons am 5.April setzen heuer vermehrt auf Nachhaltigkeit.

Zu viel sollten Wölfer und Co. nicht zu tun bekommen, zumindest wenn es nach Bürgermeister Klaus Luger geht. "So fertig kann ich gar nicht sein, dass ich da nicht reintreffe", sagte er, als er beim gestrigen Pressetermin eine der geplanten Bechersammelstellen begutachtete.

Mit diesem Recyclingkonzept treffen die Marathonveranstalter nicht nur den Geist der Zeit, sondern gehen im internationalen Vergleich neue Wege. "Es hat bei anderen Rennen schon Versuche gegeben, die Müllproduktion einzudämmen, aber mit unserem Anspruch, 100 Prozent der Becher zu recyceln, sind wir die Ersten", sagte Renndirektor Günther Weidlinger.

Es ist nicht die einzige Neuerung für einen "grüneren" Marathon". Dank dem neuen Mobilitätspartner Hyundai kommt heuer mit einem Wasserstoff-Elektro-Nexo-SUV erstmals ein emissionsfreies Führungsauto zum Einsatz. Außerdem wird für alle Drucke Umweltschutzpapier verwendet, wie LIVA-Chef Thomas Ziegler erklärt.

Heute erfolgt ab 18.30 Uhr im Oberbank Donau Forum das traditionelle Kick-off-Event. Stargast der Gesprächsrunde ist der Olympia-Zweite von 1984, Markus Ryffel aus der Schweiz.

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