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Linz Marathon

Bei diesem Linzer Lauf-Fest strahlte nicht nur die Sonne

Von Dominik Feischl   10. April 2017

Bei diesem Linzer Lauf-Fest strahlte nicht nur die Sonne
"Über-Läufer" Anthony Maritim wiederholte gestern seinen Sieg von 2015 und krönte seine Leistung mit einer persönlichen Bestzeit

Traumlauf: Der Kenianer Anthony Maritim gewann seinen zweiten Linz-Marathon, alle die mitliefen, durften sich als Sieger fühlen

LINZ. Herrliches Frühlingswetter, eine Traumkulisse von mehr als 100.000 Zuschauern und mit 19.300 Nennungen in den unterschiedlichen Bewerben erneut ein beeindruckendes Starterfeld: Der 16. Oberbank Linz Donau Marathon war gestern wieder eine Erfolgsgeschichte. Und das auch, weil der kenianische Sieger Anthony Maritim Wort hielt.

"Ich komme zurück, weil ich weiß, dass es für mich noch etwas schneller geht", sagte der flotte Laufbursche 2015 nach seinem ersten Sieg in Linz. Und er sollte es tatsächlich wahr machen. War er vor zwei Jahren noch in 2:09:39 Stunden erfolgreich, sah er diesmal schon nach 2:09:11 Stunden das Ziel. Was auch persönliche Bestleistung für den Läufer aus dem Hochland Kenias bedeutete.

Der aus Wien angereiste Botschafter des Landes, Michael Oyugi, hatte gestern im Zielgelände seine Freude. "Langsam sollte man die Botschaft hierher verlegen, weil es ein so erfolgreicher Boden ist für uns." Immerhin war es schon der 15. Sieg für Kenias Herren in Linz. Und mit Ngatuny Oliaulo (2:11:05) und Kimutai Keiring (2:15:22) sicherte sich das Land auch die Plätze zwei und drei bei der 16. Auflage.

Dass Maritim erneut ganz oben stand, kommt nicht von ungefähr. Er trainiert oft in der Laufgruppe um Weltrekordler Dennis Kimetto mit. Hätte ihm der Wind nicht etwas zu schaffen gemacht, wäre der 31-Jährige gestern wohl noch schneller gewesen. Dennoch war er hochzufrieden. "Linz ist ab heute meine Lieblingsstadt. Dass ich hier nach 2015 noch einmal gewinnen konnte, macht es für mich zu einem besonderen Tag."

Ketema der tragische Held

Der hätte es auch für Lemawork Ketema werden sollen. Der eingebürgerte Äthiopier wollte in Linz das WM-Limit von 2:15 Stunden unterbieten. Im Ziel fehlten ihm 1:08 Minuten auf diese Marke. "Bis Kilometer 28 lief alles nach Plan, dann ließen meine Tempomacher aus", sagte der 30-Jährige. Doch er konnte bald wieder lachen. Kein Wunder bei der Stimmung gestern. Am Ende waren alle Gewinner.

 

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