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Leichtathletik

Wie der Laufsport die Corona-Hürden nimmt

28. Oktober 2020 00:04 Uhr

Wie der Laufsport die Corona-Hürden nimmt
Abstand halten im Renntempo? Möglich, aber aus der Perspektive des Hintermanns unfreiwillig.

LINZ. Trotz neuer Verordnung sollen noch Meistertitel vergeben werden.

Egal in welcher Disziplin, für Diskuswerfer, Hochspringerinnen oder Sprinter war diese Leichtathletiksaison ein Hürdenlauf. Umso beachtlicher, dass es den Verbänden und Vereinen gelungen ist, in so gut wie allen Altersklassen Meisterschaften abzuwickeln. Nur noch zwei Titelkämpfe gilt es "abzuarbeiten". Trotz verschärfter Covid-19-Verordnung will man auch diese Bewerbe über die Bühne bringen.

"Es ist wichtig, dass es Wettbewerbe gibt, sonst würden wir riskieren, eine ganze Generation für die Leichtathletik zu verlieren", sagt Ex-Topläufer Günther Weidlinger, der jetzt unter anderem als Oberösterreichs Verbandspräsident Tempo macht. Aktuell tut er das bei der Organisation der österreichischen Crosslauf-Meisterschaften, die am 29. November im Linzer Wasserwald stattfinden sollen. Natürlich unter besonderen Vorzeichen. "Es wird keine Duschen oder Umkleidekabinen geben, somit sind wir eine reine Outdoor-Veranstaltung", sagt Weidlinger, der mit insgesamt 450 Teilnehmern rechnet. Diese werden auf verschiedene, nach Altersgruppen eingeteilte Rennen verteilt. Ein neuer Abschnitt in der aktuellen Verordnung macht es möglich.

Für Veranstaltungen, bei denen ausschließlich Spitzensportler antreten, fällt die auf zwölf Personen limitierte Teilnehmerzahl. Die Definition eines Spitzensportlers wurde in der aktuellen Novelle des Ministeriums aufgeweicht. Wurde vorher als Maßstab die internationale Klasse angelegt, genügt es jetzt, wettkampforientierten Sport "mit dem Ziel, nationale oder internationale Höchstleistungen hervorzubringen", zu betreiben. Somit kann jeder, der eine Wettkampflizenz beim Österreichischen Leichtathletikverband beantragt, bei einer Meisterschaft starten.

Marathon als Saisonabschluss

Diese Spielregel wird auch bei der letzten Titelvergabe im heimischen Laufsport, der österreichischen Marathon-Meisterschaft am 13. Dezember im Wiener Prater, gelten. Der Verband möchte auch diesen Bewerb unbedingt über die Bühne bringen, da er Bonuspunkte für eine Qualifikation für 2021 in Tokio bringen könnte. Österreichs Olympia-Kandidaten Valentin Pfeil, Lemawork Ketema und Christian Steinhammer sind zwar für einen Marathon am 6. Dezember in Valencia gemeldet, aktuell weiß aber niemand, ob dieses Rennen wirklich stattfinden kann. In Spanien wachsen die Corona-Hürden derzeit nämlich schneller als in Österreich in die Höhe. (chz)

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